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Atlantis und die Sintflut: Die erste Hochkultur versank 5.510 vor Christus im Schwarzen Meer

von Christian Schoppe - ISBN 9783833413919

Taschenbuch, 164 Seiten
Veröffentlichung Jun 2004 bei Books on Demand
Amazon-Verkaufsrang #143049
Bewertung 4.0/5.0 bei 4 Meinungen
neu: ab 12.90 Euro
gebraucht: ab 12.50 Euro
Autor: Christian Schoppe
ISBN 9783833413919
ISBN 3833413913 (alt)

Meinung der Redaktion zu Atlantis und die Sintflut: Die erste Hochkultur versank 5.510 vor Christus im Schwarzen Meer

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Kritik zu Atlantis und die Sintflut: Die erste Hochkultur versank 5.510 vor Christus im Schwarzen Meer

Theorie vor dem Durchbruch? vom 24.01.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 7 von 8 Besuchern hilfreich

Als die Autoren ihr Buch schrieben, es erschien im Jahr 2004, schien noch ausgemacht, dass es eine Flutkatastrophe in Form einer Sintflut im Schwarzen Meer nie gegeben hat. Heute ist es bereits anerkannter wissenschaftlicher Mainstream, dass die Flutung verheerende Folgen hatte (Siddall, M. et al.: Testing the physical oceanographic implications of the suggested sudden Black Sea infill 8400 years ago", in: Paleoceanography 19, 2004).

Jetzt liegen nur noch 900 Jahre Unterschied in der Datierung der Flut zwischen den Autoren und dem letzten geologischen Datierungsversuch (Major, C. et al..: Constraints on Black Sea outflow to the Sea of Marmara during the last glacial - interglacial transition", in: Marine Geology 190, p 19-34, 2002), der den Beginn der Flut auf 6400 vor Christus setzt. Doch scheinen mir die Argumente der Autoren viel besser: Sie haben bedacht, dass die Art der Überflutung einen Einfluss auf die Datierungsmethoden hat.

Die Datierung ist durch das Aufwirbeln alter Sediment- und Wasserschichten entsprechend der angewandten Methode verfälscht. Dass die Autoren das bereits in ihrem Buch vorhersagen, während das Problem in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen gar nicht diskutiert wird, ist ihnen zu Gute zu halten. Nach wie vor gilt: Die jüngste Frischwasserfauna wird ohne Zweifel auf 5500 vor Christus datiert.

Hervorheben möchte ich die Tatsache, dass sich die Autoren konkret und damit überprüfbar zu Ort und Zeit äußern und auch kenntlich machen, wo sie sich vom diskutierten Stand der Wissenschaft trennen. Dieses Buch ist im Gegensatz zu anderer Atlantis-Literatur tief in Archäologie und Geologie verwurzelt. Es bietet eine Zivilisation und eine Region an, die geologisch gesichert endgültig in den Fluten versunken sind. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von archäologischen Belegen für eine Fluchtwelle. Wenn diese archäologisch eindeutig für 5500 vor Christus belegt ist, dann liegt sie innerhalb der Toleranzgrenzen für eine Datierung von Sedimenten.

Das Buch ist wegen der Komplexität der Thematik eine schwierige Lektüre für Anfänger und erfordert die Bereitschaft, sich auf das Abenteuer einer Zeitreise einzulassen. Wer es aufmerksam liest, wird in eine fremde Welt entführt und vor den Augen wird ein Puzzle zusammensetzt, das am Ende ein ganzes Bild ergibt: Das Bild einer steinzeitlichen Hochkultur, die 5500 vor Christus versank. Neue Erkenntnisse wird es bestimmt bald geben. Schon jetzt passen die in Ostdeutschland entdeckten steinzeitlichen Siedlungen exakt in das Zeitraster.

Weitere ISBN:
978-3-833-41391-9, 978-3-8334-1391-9
978-3-83341-391-9, 978-3833413919, 978-3-83-341391-9
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