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Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anw

von Wolf-Dieter Storl - ISBN 9783038003601

Gebundene Ausgabe, 280 Seiten
Veröffentlichung Jul 2007 bei AT Verlag
Amazon-Verkaufsrang #1438
Bewertung 5.0/5.0 bei 7 Meinungen
neu: ab 19.90 Euro
gebraucht: ab 16.00 Euro
Autor: Wolf-Dieter Storl
ISBN 9783038003601
ISBN 3038003603 (alt)

Meinung der Redaktion zu Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anw

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Kritik zu Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anw

Neue Wege der Therapie vom 09.11.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Zecken und die Krankheiten, die von ihnen übertragen werden, waren in den letzten Jahren immer wieder ein beherrschendes Thema in allen Medien. Neben der seltenen, aber sehr gefährlichen FSME, übertragen Zecken vor allem Borreliose. Gegen FSME sollen Impfungen helfen. Durch die häufigen Medienkampagnen kam es vor allem dieses Jahr, sehr zur Freude der Pharmabranche, zu einer regelrechten Hysterie unter vielen Patienten. Impfstoffe waren nach kurzer Zeit ausverkauft, obwohl viele Impfwillige noch nie in ihrem Leben eine Zecke gesehen hatten, nun aber evtl. mit den tückischen Nebenwirkungen der Impfung zu kämpfen haben, die keineswegs selten sind und sie oft nach langen Irrwegen in die Heilpraktikerpraxis führt, in der Hoffnung auf ein Wunder.
Noch viel häufiger haben wir es inzwischen mit Fällen von Borreliose zu tun, deren Erscheinungsbild ausgesprochen vielgestaltig und heimtückisch ist. Von schulmedizinischer Seite wird grundsätzlich eine Antibiotikatherapie empfohlen, deren Bedeutung hier auch keineswegs in Abrede gestellt werden soll. Jedoch häufen sich die Fälle, in denen diese Therapie nicht ausreichend genug war und auch die Tendenz zur Resistenz auf Antibiotika nimmt ebenfalls dramatisch zu.
Zum Glück kennen wir in der Naturheilkunde eine Reihe von Möglichkeiten einer Immuntherapie, die man auch auf Borreliose anwenden kann. Hier nun setzt Wolf-Dieter Storl mit seinem Buch an. Über seine pessimistische Einstellung gegenüber der Wirkung von Antibiotika kann man sich sicher streiten, seine Anregungen zu einer naturheilkundlichen Therapie der Borreliose sollte man aber auf jeden Fall beachten, denn das Thema ist zu ernst, um seine Ideen aus Hochmut zu missachten, nur weil er vielleicht kein Therapeut ist.
Der promovierte Kulturanthropologe, Ethnobotaniker und Autor zahlreicher Sachbücher, vor allem zum Thema Kräuterheilkunde, war selber an Borreliose erkrankt. Auf der Suche nach Heilung erforschte er überlieferte Methoden einer Immuntherapie nicht nur aus der abendländischen Tradition, sondern auch von anderen Völkern. Vieles davon war vielversprechend und wie er berichtet, hatte er mit seinen Selbstversuchen Erfolg. Seine Erfahrungen gab er in zahlreichen Vorträgen weiter und sie bilden die Basis für dieses Buch. Viele Betroffene haben sie inzwischen scheinbar ebenfalls mit Erfolg ausprobiert.
Inhaltlich gliedert sich das Buch in mehrere Abschnitte. Im ersten Teil beschreibt er grundlegend das Phänomen der Infektion, auch aus kulturanthropologischer Sicht und er zieht Vergleiche zu Polio oder Syphilis, die in vielem Gemeinsamkeiten mit der Borreliose aufweisen. Vor allem in der Angst vor der Natur, die ihre Ursache in der Entfremdung und Verdinglichung von Mutter Erde hat, sieht er eine der Hauptursachen für viele Krankheiten unserer Zeit.
Entsprechend beruhen seine grundlegenden Ratschläge für eine Stärkung des Immunsystems auf der Tradition der Diätetik, wobei er hierunter die gesamte Lebensführung versteht. Besonders wichtig ist ihm die heilende Kraft durch den Kontakt zur Natur selbst. Nur eine gesunde Naturverbundenheit bewirkt ein gesundes Immunsystem, während die Paranoia vor Zecken, Fuchsbandwürmern und dergleichen der Krankheit Tür und Tor öffnet. Ferner empfiehlt Storl die Orthsche Kur, also oligotherapeutische Maßnahmen. Zentraler Bestandteil seines Buches ist aber die Therapie mit der Karde, Dipsacus silvestris. Eine verwandte Art wird seit langem in der chinesischen Medizin zur Immuntherapie angewendet. In ihren Signaturen zeigt die Karde tatsächlich bemerkenswerte Analogien zur Borreliose. Zahlreiche wesenverwandte Heilpflanzen werden ebenfalls vorgestellt. Parallelen zur Syphilis und zum luesinischen Miasma nach Hahnemann führen zu weiteren Therapieideen, wie Guajak oder (potenziertem) Quecksilber. Wärmetherapie und ausleitende Therapieverfahren, vor allem über Schweiß und Lymphe, runden die Therapieansätze ab.
Auch wenn die Ansätze von Wolf-Dieter Storl manchem sicher etwas exotisch und esoterisch anmuten, sollte man nie vergessen, dass nicht nur bei der Borreliose therapeutische Phantasie gefragt ist und nicht die Borniertheit und Verblendung, mit der viele Therapeuten unorthodoxen Ideen begegnen.
Das Buch von Wolf-Dieter Storl ist in jedem Fall eine wertvolle Bereicherung für die Praxis und nicht nur zum Thema Borreliose eine wichtige Lektüre für Betroffene und Therapeuten.

Weitere ISBN:
978-3-038-00360-1, 978-3-0380-0360-1
978-3-03800-360-1, 978-3038003601, 978-3-03-800360-1
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