Darwins Black Box. Biochemische Einwände gegen die Evolutionstheorie
von Michael J. Behe - ISBN 9783935197540
Broschiert, 484 Seiten
Veröffentlichung Jul 2007 bei Resch, Gräfelfing
Amazon-Verkaufsrang #180461
Bewertung 3.5/5.0 bei 13 Meinungen
neu: ab 24.90 Euro
gebraucht: ab 17.43 Euro
Autor: Michael J. Behe
ISBN 9783935197540
ISBN 3935197543 (alt)
Die Redaktion hat noch keinen Eintrag verfasst.
Kritik zu Darwins Black Box. Biochemische Einwände gegen die Evolutionstheorie
METHINKSHESALUTHER vom 13.04.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 3 von 5 Besuchern hilfreich
Als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg hämmerte, ahnte wohl kaum noch jemand, welch gewaltige Reformation er dadurch auslösen würde.
Michael J. Behe scheint mir der Luther der biochemischen Wissenschaft zu sein: Ein unabhängiger Geist und mutiger Vorausdenker. Einer, der es wagte, das niederzuschreiben, was wahrscheinlich manchem seiner Kollegen schon mal durch den Kopf ging, aber niemand sich laut aussprechen traute.
Und natürlich traf ihn sofort, wie einst Luther, der Bannstrahl der (wissenschaftlichen) Obrigkeit. Er wurde als Ketzer und Irrlehrer gebrandmarkt. Blitzschnell wurde auf seine Thesen reagiert und jede sachliche Diskussion in den Medien, ob Zeitungen oder Zeitschriften, ob Rundfunk oder Fernsehen unterbunden. Man mag es kaum glauben, aber eine Zensur findet tatsächlich statt!
Wenn über intelligent design" berichtet wird, dann nur unter negativem Vorzeichen, als Pseudowissenschaft, Junk-Wissenschaft, Halb-Wissenschaft, überhaupt nicht ernst zu nehmen, als religiös-fundamentalistisch, oder als so dumm wie der Glaube an eine flache Erdscheibe usw. Und als letztes Gegenargument muss dann immer herhalten: Schließlich ist US-Präsident George W. Busch dafür, also kann es nur etwas schlechtes sein.
Ein Glück, dass es Bücher gibt! Luthers Thesen fanden durch den aufkommenden Buchdruck rasch Verbreitung. Dadurch konnte jeder seine Schriften lesen, nachprüfen und durchdenken und so setzte sich die Reformation bei weiten Schichten der Bevölkerung durch.
Schön, dass nun auch die Leser deutscher Sprache sich ein objektives Bild über das vielgescholtene Intelligente Design" machen können. Und es lohnt sich wirklich sehr dieses Buch zu lesen. Warum?
1. Michael J. Behe ist nicht nur ein hervorragender Wissenschaftler, sondern auch ein sehr begabter Buchautor. Er versteht es meisterhaft selbst die kompliziertesten biologischen Vorgänge, mit vielen originellen Bildern und Vergleichen so anschaulich zu machen, dass auch ein Laie zumindest eine Ahnung davon bekommt, welch höchst komplexe Wunderwelt sich in den kleinsten Bausteinen des Lebens auftut.
2. Behe ist in seiner Argumentation glasklar und souverän, ja selbstbewusst. Einer der genau weiß, was, und worüber er schreibt. Man spürt dem Buch ab, wie durchdacht es ist. Und trotz dieser Sicherheit, wird er nie arrogant oder überheblich. Hat immer ein gutes Wort, ein Lob, auch für die Wissenschaftler und Kollegen denen er widerspricht (oder die ihm widersprechen) und schmälert nie deren Leistungen. Das zeugt nicht nur von fachlicher, sondern auch von menschlicher Größe.
3. Behe}s Darwins Black Box" ist kein religiöses Buch. Er argumentiert nie von Religion oder Theologie her, sondern nur aus wissenschaftlicher Sicht. Und er lässt die Frage, wie man sich denn nun den Designer vorzustellen hat, völlig offen. Damit gibt er dem Leser die völlige Freiheit nach eigenem Glauben diese Option zu füllen. Ob als namenlose Urkraft oder als persönlichen Gott.
4. Das Kapitel 12: Zehn Jahre später: Antworten an die Kritiker" spricht Bände. Niemand hat eine überzeugende Antwort auf die von ihm aufgeworfene Frage: Wie sollen höchstkomplexe biologische Strukturen, mit einer Vielzahl von unbedingt notwendigen, von einander abhängigen Komponenten, sich nach und nach, durch zweckfreie Mutation und Selektion entwickelt haben? Während Behe klare und logische Fakten liefert, ergehen sich seine Gegner in abstrusen Hypothesen eines könnte, müsste und sollte."
Behe ist ein Stachel im Fleisch der überkommenen, althergebrachten Wissenschaft. Nachdem seine Gegner keine echten Argumente haben, setzen sie mehr und mehr auf Polemik, so z.B. Richard Dawkins: Jeder der die Evolution leugnet, ist entweder ignorant, dumm, verrückt oder böswillig." Ich denke Behe verkörpert keine dieser Eigenschaften. Er ist genau das Gegenteil. Wenn es ganz einfach möglich wäre ihn auf wissenschaftlicher Ebene zu wiederlegen, bräuchte es keine solchen Worte. Aber man kann auch einfach einen Gotteswahn" bei unbequemen Kritikern feststellen und braucht dann nicht mehr fachlich auf ihre Anfragen einzugehen.
Die nächsten Jahrzehnte werden viele neue Erkenntnisse und manche Umbrüche bringen. Dann wissen wir mehr. Ich denke über die Länge der Zeit wird Behe recht behalten. Es hat ja schließlich bei Luther auch einige Jahrzehnte gedauert bis aus dem vielgeschmähten Ketzer der geachtete Reformator wurde.
978-3-935-19754-0, 978-3-9351-9754-0
978-3-93519-754-0, 978-3935197540, 978-3-93-519754-0
- Charlotte Roche: Feuchtgebiete
- Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben.
- Sven Regener: Der kleine Bruder
- Helmut Schmidt: Außer Dienst: Eine Bilanz
- Sabine Ebert: Die Entscheidung der Hebamme
- Wolfgang Reinhard: Lebensformen Europas. Sonderausgabe: E
- Richard David Precht: Wer bin ich - und wenn ja wie viele?:
- Markus Wiesenauer: Homöopathie Quickfinder: Der schnells

