Das Feuer fremder Häuser: Roman
von Peter Hofmann - ISBN 9783896561138
Taschenbuch, 231 Seiten
Veröffentlichung Feb 2005 bei Querverlag
Amazon-Verkaufsrang #198537
Bewertung 4.0/5.0 bei 4 Meinungen
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Autor: Peter Hofmann
ISBN 9783896561138
ISBN 3896561138 (alt)
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Kritik zu Das Feuer fremder Häuser: Roman
Midlifecrisis bei Schwulen - leider nicht ganz überwunden. vom 05.11.2005
Bewertung: 2 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 6 von 8 Besuchern hilfreich
Endlich also ein Roman, der nicht das x-te Coming Out beschreibt, sondern der sich damit befasst, dass auch der gemeine Stadt-Homosexuelle irgendwann älter wird. Wie das Kartenhaus aus Affären, einer Beziehung, die den Namen nicht verdient, und Freunden, die keine sind, zusammenbricht und sich der Protagonist des Romans, Gregor, auf die Suche nach sich selbst macht und das Ziel seiner Träume in einer idealisierten Landidylle findet, wird dem Leser hier nahegebracht.
Leider bleibt dieser Versuch unbeholfen und holprig. So ist die Wandlung Gregors bis zu seinem Entschluss, endgültig aufs Land zu ziehen, zwar an sich nachvollziehbar, doch der Roman verliert sich in Nichtigkeiten und unwichtigen Details, anstatt über die eigentliche Handlung hinauszublicken und vielleicht zu einer für einem für einen größeren Leserkreis gültigen Fazit zu kommen. Nicht für jeden wird ein Leben auf dem Land schließlich die Lösung aller Probleme sein, und es sollte dem Autor ja nicht nur darum gehen, diesen Weg als den idealen vorzustellen, sondern vielmehr einen Anstoß zu geben, das eigene Leben zu überdenken.
So bekommt der Leser auf etlichen Seiten eine Beschreibung geboten, wie Gregor Ikea-Regale zusammenbaut und anschließend darin pedantisch Hunderte von CDs einsortiert. Der Beruf Gregors (Buchhalter) erklärt dessen Ornudnungswahn zwar, doch leider fehlt eine Ironisierung dieser Pedanterie durch den Autor.
Unbeholfen ist insbesondere die sprachliche Umsetzung. Bemüht, den Zauber eines Augenblicks einzufangen, beschreibt Hofmann z. B. unbeholfen den Klang des Löffels beim Umrühren in einer Teetasse: "Sebastian rührt in seiner Tasse, der Löffel klingelt leise. Ein Grundgeräusch, das ich nicht beschreiben kann, vielleicht ein Rauschen, wie eine Autobahn in der Ferne, gleichmäßig, fast einschläfernd, nicht bedrohlich." So und ähnlich holprig ist leider der gesamte Roman geschrieben.
Fazit: Dieser Roman kann Lesern mit literarischem Anspruch nicht guten Gewissens empfohlen werden. Wer sich jedoch durch das Thema angesprochen fühlt, der kann möglicherweise zugreifen, doch allzu tiefschürfende neue Erkenntnisse sollten auch inhaltlich nicht erwartet werden.
978-3-896-56113-8, 978-3-8965-6113-8
978-3-89656-113-8, 978-3896561138, 978-3-89-656113-8
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