Das Feuer von innen
von Carlos Castaneda - ISBN 9783596250820
Broschiert, 286 Seiten
Veröffentlichung Nov 2004 bei Fischer (Tb.), Frankfurt
Amazon-Verkaufsrang #23644
Bewertung 5.0/5.0 bei 3 Meinungen
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Autor: Carlos Castaneda
ISBN 9783596250820
ISBN 359625082X (alt)
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Kritik zu Das Feuer von innen
Der Montagepunkt und der innere Dialog vom 14.04.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Wer die "Reise nach Xtlan" gelesen hat und sich ein weiteres Mal dem Kosmos Don Juans nähern will, dem sei dieses Buch hier wärmstens empfohlen.
Um was geht es bei der Zauberei? - Vor allem darum, die Welt anzuhalten und die Wirklichkeit so sehen zu können, wie sie tatsächlich ist.
Um das zu erreichen, muss Castaneda lernen, seinen inneren Dialog anzuhalten, das heißt, die beständige Zwiesprache mit sich selbst für einen Augenblick zu unterbrechen. Der innere Dialog fixiert uns wie wir sind. Festgefahren in unseren Haltungen und Überzeugungen sind wir unfähig zu "sehen".
Don Juan spricht vom Inventar, das wir alle angelegt haben. Was ist das Inventar? - Die Gesamtheit unseres Lebens, all die Erklärungen, die wir uns zurechtgelegt haben, um die Welt als beständig und sicher zu empfinden. Dieses Inventar sollen wir nicht anbeten, sondern rekapitulieren und schließlich über Bord werfen.
Schließlich wird eines der wichtigsten Konzepte der Zauberei eingeführt: Der Montagepunkt. An diesem Punkt ist unsere Wahrnehmnung der Welt sozusagen "montiert" oder aufgehangen. Gewöhnlich, sagt Don Juan, sei unser Montagepunkt starr und unbeweglich - wir sehen die Welt, wie wir sie immer sahen und werden das auch in Zukunft so tun.
Ziel der Zauberei sei es, den Montagepunkt zu lockern und geschmeidig zu machen. Der Punkt könne sich entweder horizontal oder vertikal bewegen, was unsere Wahrnehmungen jeweils beeinflussen würde.
Don Juan kommt auch auf sogenannte Geisteskrankheiten zu sprechen. Bei diesen Menschen sei der Montagepunkt extrem verrutscht und an dieser neuen Stelle wieder starr geworden. Demnach sind die betreffenden Personen nicht mehr imstande, den Punkt wieder an die gewohnte Stelle zu rücken. Eine "normale" Wahrnehmung sei so nicht mehr möglich. Der angeblich Geisteskranke sei regelrecht "ver-rückt". Was für eine ganz andere Einstellung zu den Verrückten: Sie sind nicht mehr krank, sondern können aufgrund einer Verschiebung nicht mehr so wahrnehmen wie wir es tun. Vielleicht sollten sich manche Ärzte in den Psychiatrien Konzepten wie diesen öffnen.
978-3-596-25082-0, 978-3-5962-5082-0
978-3-59625-082-0, 978-3596250820, 978-3-59-625082-0
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