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Das Jahr des Greifen: Der Sturm / Die Entdeckung / Die Amazone

von Wolfgang Hohlbein - ISBN 9783404146123

Taschenbuch, 747 Seiten
Veröffentlichung Oct 2001 bei Bastei-Lübbe
Amazon-Verkaufsrang #7690
Bewertung 4.5/5.0 bei 41 Meinungen
neu: ab 9.00 Euro
gebraucht: ab 4.69 Euro
Autor: Wolfgang Hohlbein
ISBN 9783404146123
ISBN 3404146123 (alt)

Meinung der Redaktion zu Das Jahr des Greifen: Der Sturm / Die Entdeckung / Die Amazone

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Kritik zu Das Jahr des Greifen: Der Sturm / Die Entdeckung / Die Amazone

Spannende Belagerung mit Höhen und Tiefen vom 26.08.2008
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 1 von 1 Besuchern hilfreich

"Das Jahr des Greifen" ist als großes Epos angelegt, das auch eben durch seine inhaltliche Fülle glänzt. Der Leser hat stets das Gefühl, dass hier etwas weitreichendes, quasi welt- (bzw. dere)bewegendes geschieht. Zahlreiche und tiefgründige Handlungsstränge verzweigen und verdichten sich immer wieder auf eindrucksvolle Art und Weise. Besonders Pro- und Antagonist Marcian bzw. Zerwas werden mit Liebe zum Detail beschrieben und wahrlich zum Leben erweckt. Aber auch die Nebencharaktere haben zumeist ihren sinnvollen Platz in der Geschichte, die bis auf wenige Mängel durchgehend spannend ist und fesselt.

Was habe ich konkret zu bemängeln? Das weite inhaltliche Abschweifen in die Feenwelt wirkte auf mich deplatziert; die Voraussehbarkeit einiger Ereignisse (das hin und her der Belagerung sowie das Ende) nahm für mich Fahrt aus den Segeln; einige schon oft gesehene Stereotype (der Schmied Darrag, Oberst von Blautann) waren zwar allesamt gut und stimmig entwickelt, allerdings könnte man hier von einem Mangel an Kreativität sprechen. Ebenfalls Unbehagen ausgelöst haben bei mir das nicht zufriedenstellende, überstürzte Ende sowie die nicht wenigen Handlungsstränge, die anscheinend mittendrin einfach fallen gelassen worden sind: Was ist mit der Feenwelt oder was sollte ihr Auftritt im Buch? Was passiert nun mit dem orkischen Streitkolben? Und was genau hatte die Jägerin überhaupt noch im weiteren Verlauf der Geschichte zu suchen? Meines Erachtens haben sich die Autoren hier zu viel vorgenommen, wollten viel und konnten nicht alles verwirklichen und haben einiges daher nur halbherzig geschrieben.

Unglücklich ist gerade für DSA-Fans, dass es einfach viel zu viele sowohl inhaltliche als auch plump rechtschreibliche Fehler gibt. So ist Greifenfurt niemals die größte Stadt Aventuriens gewesen und Xorlosch ist auch nicht das Heerlager des Prinzen Brin (Klappentexte der Nikol-Ausgaben; noch verzeihliche Fehler im Verleich zu denen im Innenleben des Buches). Diese Tatsache trübt leider den Lesefluss erheblich.

Dennoch macht das Lesen des Buches Spaß, was doch die Hauptsache sein sollte. Freunde epischer Schlachten und Ereignisse kommen vollkommen auf ihre Kosten. Es gibt Orks, Oger, Zauberer, Krieger, Zwerge, Elfen, Feen, Dämonen, Vampire; es gibt Kämpfe, Götterwunder und wütendes Feuer; es gibt Schiffe, Belagerungswaffen, Armeen und eine zertrümmerte Stadt: also alles, was das Fantasy- und Kriegerherz eigentlich begehrt. Ein zweites Mal werde ich es allerdings wohl nicht lesen. Denn auch hier wieder ein Vergleich zu Drei Nächte in Fasar: Diesen Roman kann man getrost zwei oder dreimal lesen, ohne dass es seinen Zauber verliert. "Das Jahr des Greifen" dagegen kann keinen derartigen Zauber versprühen. Es wirkt eher wie ein überladener Klotz im Vergleich zur geschmeidigen Kugel, um es pointiert zu formulieren.

Weitere ISBN:
978-3-404-14612-3, 978-3-4041-4612-3
978-3-40414-612-3, 978-3404146123, 978-3-40-414612-3
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