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Das Silberkomplott

von Reinhard Deutsch - ISBN 9783938516263

Gebundene Ausgabe, 319 Seiten
Veröffentlichung Jun 2006 bei Kopp, Rottenburg
Amazon-Verkaufsrang #15229
Bewertung 4.0/5.0 bei 6 Meinungen
Autor: Reinhard Deutsch
ISBN 9783938516263
ISBN 3938516267 (alt)

Meinung der Redaktion zu Das Silberkomplott

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Kritik zu Das Silberkomplott

Erwartet kritisch, unerwartet einseitig. vom 08.05.2008
Bewertung: 1 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 7 von 8 Besuchern hilfreich

Gehofft hatte ich auf ein Buch, welches sich kritisch mit unserem bestehenden Geldsystem und dessen Risiken auseinandersetzt. Leider konnte Reinhard Deutsch diese Erwartungen nicht erfüllen.

Schon nach wenigen Seiten ist dem Leser klar, in welche Richtung es hier geht. Hier werden nicht die Vor- und Nachteile unseres Geldsystems oder die Erkenntnisse aus dessen Vergangenheit dargestellt, um dann im Nachhinein zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass ein auf Edelmetall basierendes System besser wäre. Nein, hier wird von Anfang an nur das Negative herausgestellt.

Die zu Beginn des Buches aufgeführten geschichtlichen Fakten mögen zwar in der Masse korrekt sein, aber deren Auslegung durch Herrn Deutsch konnte ich nicht immer zustimmen. Auch zitiert er hier grundsätzlich nur Literatur, die das "fiat money" ebenfalls von Beginn an als schlecht abstempelt. Dass Befürworter des Systems nicht zu Worte kommen, hatte ich nichte rwartet, aber neutrale oder uneingenommene Quellen sucht man hier wie die Nadel im Heuhaufen.

Als Böse werden grundsätzlich alle Banken und der Staat dargestellt. Sie betrügen uns alle, indem sie das System des "fiat money" in weit vorausschauender Weise zu ihrem Vorteil einsetzen, vorzugsweise zur Finanzierung von Kriegen. Dabei handeln sie mit Zeithorizonten von teilweise mehreren hundert Jahren. Das ganze klingt mir mehr nach Verschwörungstheorie als nach wirklich realistischer Betrachtung der Lage.

Auch die (zwar wenigen) Beispiele, in denen ein Staat tatsächlich seine Schulden in größerem Maße abbezahlt hat und es nicht eine stetige Inflation gab, werden hier schlicht übersehen und weggelassen.

Überhaupt wurde die Geldentwertung als das schlimmste aller Übel dargestellt. Begründet unter anderem mit dem Wertverlust der DM von ca. 80% während ihres Bestehens. Dass die Löhne jedoch deutlich stärker stiegen, also ein Reallohnzuwachs erfolgte und damit der Wohlstand zunahm, wird nicht erwähnt. Wäre dies bei Gold- oder Silberwährungen auch passiert? Das erfährt der Leser nicht.

Wer ein Gegner unseres Finanzsystems ist, für den ist diese Lektüre sehr zu empfehlen, da er voll und ganz bestätigt wird. Wer sich jedoch kritisch mit diesem Thema auseinander setzen will, der sollte besser etwas anderes suchen. So bleibt ihm die Enttäuschung erspart, dieses sehr einseitige Buch zu lesen, in der keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Stoff erfolgt.

Weitere ISBN:
978-3-938-51626-3, 978-3-9385-1626-3
978-3-93851-626-3, 978-3938516263, 978-3-93-851626-3
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