Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen
von Jan Assmann - ISBN 9783406568442
Broschiert, 344 Seiten
Veröffentlichung Jan 2008 bei Beck
Amazon-Verkaufsrang #12643
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Autor: Jan Assmann
ISBN 9783406568442
ISBN 3406568440 (alt)
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Kritik zu Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen
Die (Un-) Beständigkeit der Erinnerung vom 19.09.2003
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 38 von 40 Besuchern hilfreich
Jan Assmann, seines Zeichens Ägyptologe hat mit diesem Werk, sei es beabsichtigt oder nicht geschehen, einen Klassiker der modernen Forschung geschaffen, der in sämtlichen Bereichen dessen, was als Geisteswissenschaft bezeichnet werden kann durchschlagenden Erfolg gefunden hat. Der Grund hierfür muss wohl in der Konzeption der Untersuchungen liegen, die das Fundament aller Teilaspekte der menschlichen Kultur freilegen, und auf die Kernbegriffe "Erinnern", "Vergessen" und "Identifizieren" reduzieren. Aus diesen atomaren Bestandteilen wiederum vermag es Assmann, so verschiedenartig erscheinende Ausprägungen der Gesellschaft wie Religion, Politik und Wissenschaft in deren Entstehung zu rekonstruieren. Während im ersten Teil des Buches die theoretischen Grundlagen von Erinnerungskultur, Schriftkultur und kultureller Identität gemäß den o.g. Kernbegriffen verhandelt werden (u.a. durch eine Wiederbelebung des beinahe in Vergessenheit geratenen Soziologen Maurice Halbwachs, ein sehr interessantes Kapitel!), findet im zweiten Teil die Konkretisierung jener Konstruktionen am Beispiel dreier Fallstudien aus der Antike statt (Ägypten und der Staat, Israel und die Religion, Griechenland und die Wissenschaft). Bemerkenswert erscheint mir ferner, dass in diesem Werk entgegen aller bisheriger Leseerfahrung die theoretischen Ausführungen deutlich spannender und anregender sind als die althistorischen Exkurse, die teilweise sogar einige Längen aufweisen.
Aber nichtdestotrotz: An alle Althistoriker, Ägyptologen, Mediävisten, Semiologen, Kunsthistoriker, Theologen, Literaturwissenschaftler, Ethnologen, Soziologen, Kulturgeschichtler, Archäologen, Philosophen und natürlich alle unbefangenen Interssierten kann ich nur die Empfehlung richten: Lest dieses Buch, ihr werdet davon profitieren.
978-3-406-56844-2, 978-3-4065-6844-2
978-3-40656-844-2, 978-3406568442, 978-3-40-656844-2
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