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Der Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit

von Botho Strauß - ISBN 9783446205000

Taschenbuch, 132 Seiten
Veröffentlichung Apr 2004 bei Hanser
Amazon-Verkaufsrang #232398
Bewertung 4.5/5.0 bei 2 Meinungen
neu: ab 13.90 Euro
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Autor: Botho Strauß
ISBN 9783446205000
ISBN 3446205004 (alt)

Meinung der Redaktion zu Der Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit

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Kritik zu Der Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit

Denk-Ausflüge eines konservativen Vorboten vom 21.05.2006
Bewertung: 4 von 5 Sternen
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"Der Hauptmangel der Philosophie liegt darin, dass sie zu erträglich ist..." schrieb einst Emile Michele Cioran. Der Hauptmangel der Literaten und Stücke-Schreiber liegt darin, dass sie zu gefällig sind, möchte man hinzufügen. Nicht aber Botho Strauss. Knurrig wie ein Cioran oder Adorno höchstselbst, beißt er giftig in alles, was uns heilig ist oder in der Schublade für Tabus im Dunkeln schlummert. Mit Essays über Borchardt und Stein, "anschwellende Bocksgesänge" und Zeiten ohne "Vorboten" zerrt Vorbote Botho Strauß unseren Illusionen die Kleider vom Leib. Eine reaktionäre Haltung wird ihm zuweilen nachgesagt, besonders von den enthusiasmiertesten Vertretern der Multi-Kulti-68er-Bewegung. Seine neuesten Äußerungen beschäftigen sich denn auch ernüchtert mit der Integrationsproblematik. Dies ist nur logische Weiterentwicklung eines unbeirrt selbständigen Denkers. Mit Texten über "Beginnlosigkeit" oder "Wohnen, Dämmern, Lügen" hatte Strauß schon immer bewiesen, dass er zur Kristallisation nicht nur des essayistischen Formulierens, sondern auch des Denkens verlässlich fähig ist. In der Publikation "Angelas Kleider" hatte Strauß zwar nicht über Angela Merkel, aber immerhin über eine Frau geschrieben, die andere Leute sammelt (und auslöscht) wie Käfer. So entzündet sich sein Denken stets immer mehr am gekippten Gleichgewicht als dass er an irgendeiner aufgestellten Fassadenwelt ergebnislos abglitte. Der Berliner Autor und Literaturwissenschaftler Thomas Oberender hat Strauß einmal als "Gebärdensammler" bezeichnet: In der Tat, es gilt immer nicht nur das Gerede, sondern auch das Getue zu durchschauen. Für diese Art von Röntgen-Fähigkeit hat man Strauß zu schätzen. Wölfe, die bloß mit dem Wind heulen, gibt es schließlich genug.

Weitere ISBN:
978-3-446-20500-0, 978-3-4462-0500-0
978-3-44620-500-0, 978-3446205000, 978-3-44-620500-0
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