Der Krieg in der antiken Welt
von Harry Sidebottom - ISBN 9783150184844
Broschiert, 224 Seiten
Veröffentlichung Apr 2008 bei Reclam, Ditzingen
Amazon-Verkaufsrang #16102
Bewertung 5.0/5.0 bei 1 Meinungen
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Autor: Harry Sidebottom
ISBN 9783150184844
ISBN 3150184843 (alt)
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Kritik zu Der Krieg in der antiken Welt
Tiefgreifende Einblicke vom 17.07.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Thema des Buches ist der Krieg in der Antike etwa von 750 v.Chr. bis 650 n.Chr. Der Schwerpunkt wird vom Autor H. Sidebottom - Dozent für Alte Geschichte an der Universität Oxford - auf die klassischen Kulturen der Griechen und Römer gelegt; ihre Feinde wie Germanen, hunnen, Perser, Karthager etc. werden nur am Rande behandelt. Absicht des Buches ist nicht nur, Kriegsführung und -taktik zu beschreiben, sondern auch das Nachdenken über Krieg in der antiken Welt. Es geht also um zwei wesentliche Fragestellungen, 1. um die Frage, wie Kriege geführt wurden und 2. wie man über Kriege dachte. Das Thema Krieg beherrscht in der Antike alle Bereiche der Gesellschaft; bspsw. wird es zur Darstellung von Männlichkeit oder der eigenen Persönlichkeit genutzt. Besonders die Griechen und Römer gingen davon aus, dass sie sich mit ihrer Art und Weise, Krieg zu führen, sich von frühreren oder anderen Völkern ihrer Zeit unterschieden. Das Nachdenken über Krieg hat also in der Antike nach Sidebottom immer etwas mit der distinktiven Abhebung der eigenen Kultur gegenüber anderen Kulturen und Gesellschaften zu tun.
Neben den eigentlichen Fragestellungen beschäftigt den Autor die oftmals heute vorherrschende Ansicht, moderne abendländische Kriegsführung stünde in Kontinuität zur antiken der Römer und Griechen. Doch sind diese unterstellten Zusammenhänge nicht so deutlich, wie oft angenommen wird. Vielmehr interpretiert der Autor die abendländische Kriegsführung in einer anderen Weise, nämlich nicht so sehr als "tatsächliche Kontinuität militärischer Praktiken, sondern eher als eine kraftvolle Ideologie, die seit ihrer Erschaffung durch die Griechen oftmals neu erfunden wurde und sich mit jeder dieser Neuerfindungen veränderte". Anliegen des Autors ist es, eine unkritische Übernahme der sich ständig verändernden Ideologie der abendl. Kriegsführung als objektive Wirklichkeit als solche (Ideologie) zu entlarven, da diese Annahme zu gefahrvollen Ergebnissen führen kann.
Insgesamt präsentiert sich das Büchlein sprachlich verständlich und lesenswert. Es wird immer wieder auf antike Quellen zurückgegriffen; das gilt sowohl für Schrift- wie auch für Bildmaterial. Kartenmaterial und weiterführende, nach den einzelnen Kapiteln gegliederte Literaturhinweise ermöglichen ein vertieftes Studium der Thematik.
978-3-150-18484-4, 978-3-1501-8484-4
978-3-15018-484-4, 978-3150184844, 978-3-15-018484-4
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