Der Staat
von Platon - ISBN 9783937229874
Gebundene Ausgabe, 507 Seiten
Veröffentlichung Jun 2005 bei Voltmedia, Paderborn
Amazon-Verkaufsrang #13305
Bewertung 4.0/5.0 bei 5 Meinungen
neu: ab 6.95 Euro
gebraucht: ab 6.94 Euro
Autor: Platon
ISBN 9783937229874
ISBN 3937229876 (alt)
Die Redaktion hat noch keinen Eintrag verfasst.
Kritik zu Der Staat
Gedanken machen vom 01.05.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 11 von 12 Besuchern hilfreich
In Platons wohl berühmtesten Werk geht es um die Frage: Was ist Gerechtigkeit? Platon bzw. Sokrates will die Aussage des Sophisten Thrasymachos widerlegen, der behauptet, dass der Ungerechte ein glücklicheres Leben als der Gerechte führt. Die Antwort wird in 10 Büchern erarbeitet. Buch 1 wird von vielen Interpreten als singulärer aporetischer Dialog gesehen, in dem es ausschließlich um die eingangs genannte Frae nach der Gerechtigkeit geht. Die Bücher 2 - 4 skizzieren vor allem die Verfassung eines idealen Staates. Danach, in den Büchern 5 - 7 tauchen auch Platons berühmte Gleichnisse, das Linien-, das Höhlen-, und das Sonnengleichniss, auf, mit denen die Frage nach dem gerechten Herrscher und die Idee des Guten erläutern werden sollen. Die Bücher 8 und 9 beschreiben mögliche Verfallsformen des Staates und beweisen dann Platons These, dass nur der Gerechte glücklich sein kann, da seine Seele in Harmonie existiert. Abschließend, in Buch 10, vertieft Platon nochmal ein paar Anrisse, die er im Laufe des Buches genannt hat, so zum Beispiel seine Kritik an Kunst und Dichtung mithilfe seiner (auch in diesem Werk entwickelten) Ideenlehre. Ganz zum Schluß folgt dann noch ein Mythos über das Leben der Seele im Jenseits.
Man streitet sich schom immer über dieses Werk und wird dies wohl auch immer tun. Vielleicht kann man Platons Idee eines idealen Staates als eine totalitäre abtun. Dafür gibt es viele Gründe. Man kann das aber auch alles anders sehen und der Meinung sein, dass jemand, der nun mal von einer bestimmten Materie keine Ahnung hat, nicht weiter mit oder in dieser Materie arbeiten sollte. Denn bei Platon geht es auch darum zu klären, welcher Bürger wozu geeignet ist, um dann zu entscheiden in welcher der drei von Platon genannten Gruppen (Regenten, Wächter, Bauern/Handwerker) er gehört. Man kann von einer niedrigeren Gruppe in die nächst höhere gelangen, aber auch umgehkehrt. Und ob man es gut findet, dass Eltern ihre Kinder weggenommen werden, damit gewährleistet ist, dass alle die gleiche Erziehung genießen, ist natürlich auch gewöhnungsbedürftig.
Aber da kann man noch 1000 Seiten zu schreiben. Entscheidend ist, dass Platon sich unwahrscheinlich viele Gedanken gemacht hat und das diese durch seine Dialogform für die meisten nicht allzu schwer verständlich sein sollten. Und ob man nun dafür oder dagegen ist, man wird sich (und das gilt wohl für alle philosophischen Werke) Gedanken machen, Gedanken, die man sich voher vielleicht oder wahrscheinlich gar nicht gemacht hätte und nur das ist wichtig und gut so, denn auch Platon hat alles hinterfragt und nichts als gegeben genommen. In diesem Sinne ist "Der Staat" ein Buch, welches in keinem Haushalt fehlen dürfte, zumindest in keinem philosophisch/politisch interessiertem Haushalt.
978-3-937-22987-4, 978-3-9372-2987-4
978-3-93722-987-4, 978-3937229874, 978-3-93-722987-4
- Charlotte Roche: Feuchtgebiete
- Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben.
- Sven Regener: Der kleine Bruder
- Helmut Schmidt: Außer Dienst: Eine Bilanz
- Sabine Ebert: Die Entscheidung der Hebamme
- Hubertus Halbfas: Der Sprung in den Brunnen: Eine Gebets
- Hannes Hegen: Die Digedags, Bd.18, Die Torte für Lo
- : Die Dienste des Internets

