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Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie beweisen, dass das Universum nich

von Richard Dawkins - ISBN 9783423344784

Broschiert, 384 Seiten
Veröffentlichung May 2008 bei Dtv
Amazon-Verkaufsrang #2218
Bewertung 4.5/5.0 bei 3 Meinungen
neu: ab 9.90 Euro
gebraucht: ab 6.93 Euro
Autor: Richard Dawkins
ISBN 9783423344784
ISBN 3423344784 (alt)

Meinung der Redaktion zu Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie beweisen, dass das Universum nich

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Kritik zu Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie beweisen, dass das Universum nich

Das Beißholz für Kreationisten, Lamarckisten und die Kirche vom 03.05.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 23 von 33 Besuchern hilfreich

Das Buch kam erstmals 1986 heraus und wurde Sachbuch des Monats. Dem dtv ist es zu danken, dass es nun wieder vorliegt. Es geht um den Darwinismus, für den Dawkins als (Evolutions-) Biologe eine gewaltige Lanze bricht - vordergründig gegen den Kreationismus. Sicher hat sich in den 22 Jahren seit 1986 einiges getan. Trotzdem ist "Der blinde Uhrmacher" ein zeitloses Werk, weil es Dawkins darin gelingt, die Prinzipien der Evolutionstheorie allgemeinverständlich und tiefgründig darzustellen, was bestimmt nicht einfach ist. Er beschreibt die evolutionäre Entstehung hochkomplexer Systeme, wie wir sie heute vorfinden auf eine Art, die man schlichtweg als genial bezeichnen muss. Dawkins räumt zuerst damit auf, dass die Evolution und die natürliche Auslese ursächlich mit Zufall zu tun haben. Dieser spielt wohl eine Rolle, aber eher als "Unruhe" in seinem Uhrwerk denn als schaffendes, evolutionäres Element. Das Geheimnis liegt in der kumulativen Selektion, und diese erklärt Dawkins anhand anschaulicher Beispiele, so plastisch, so logisch und klar, wie ich es noch nirgendwo sonst fand.
Andere Versuche, evolutionäre Schritte und Mechanismen mit (heute total veralteter) Computertechnologie zu vergleichen, wirken aber manchmal gekünstelt. Dawkins ist sicherlich ein Pionier, er kann auch vieles gut erklären, aber eben nicht alles. Wer, frage ich, versteht die Proteinsynthese, wie sie im vorliegenden Buch beschrieben ist, wenn er medizinischer, biologischer Laie ist?
Es ist von RNS, DNS, Genen, Chromosomen (und deren diploidem und haploidem Satz) die Rede, von Nucleotiden, Basenpaarung und Replikation, von Transkription und Ribosomen. Wer kennt Unterschied und Zusammenhang, wenn er nicht gerade Biologe oder Mediziner ist? Hier wäre eine kurze, übersichtliche Begriffserklärung angebracht gewesen.

In dem Buch finden sich zweifellos bahnbrechende Ideen, richtungweisende Denkansätze, ich stehe nicht an, zu sagen: geniale Theorien. Und das nicht zu knapp.
Es ist ein Trugschluss, zu meinen, dass Dawkins einfach "nur" Darwins Evolutionstheorie erklärt. Vielmehr ist "Der blinde Uhrmacher" als eine Fortentwicklung bzw. Interpretation des Darwinismus zu verstehen (siehe auch "Das egoistische Gen", 1976). Und als klare Abgrenzung zum Kreationismus und Lamarckismus, die leider immer noch (und aktueller denn je) notwendig ist.
Sehr aufschlußreich fand ich die Theorien über mineralische Lebenszyklen, Kapitel 6 und das 10. Kapitel über Taxonomie - ein wahrer Fundus an Erkenntnissen und garnicht langweilig, wie die Kapitelüberschrift vermuten ließe.
Wenn ein Buch nach 22 Jahren immer noch kontrovers aufgenommen wird, muss es nicht nur gut sein, dann ist es epochal. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

Weitere ISBN:
978-3-423-34478-4, 978-3-4233-4478-4
978-3-42334-478-4, 978-3423344784, 978-3-42-334478-4
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