Der galaktische Topfheiler.
von Philip K. Dick - ISBN 9783453530133
Taschenbuch, 206 Seiten
Veröffentlichung Jan 2005 bei Heyne
Amazon-Verkaufsrang #68692
Bewertung 4.5/5.0 bei 5 Meinungen
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Autor: Philip K. Dick
ISBN 9783453530133
ISBN 3453530136 (alt)
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Joe Fernwright ist Topfheiler -- wie schon sein Vater vor ihm. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, antike Keramiken zu restaurieren und ihnen wieder ihr ursprüngliches Aussehen zu verleihen. Eine Zeitlang hatte Joe alle Hände voll zu tun, Museen aus aller Welt nahmen seine Dienste in Anspruch. Doch nun scheint auch das letzte Stückchen Keramik geheilt zu sein und Joe hockt schon seit Monaten in seinem winzigen Büro und wartet vergebens auf einen Auftrag.
Da erreicht ihn eines Tages eine rätselhafte Botschaft von einem gottgleichen Wesen namens Glimmung. Auf seinem Heimatplaneten Plowman will Glimmung die versunkene Kathedrale Heldscalla vom Meeresboden heben, und für diese gewaltige Aufgabe hat er in der gesamten Galaxis Spezialisten angeworben. Auf dem Flug zum Planeten Plowman begegnet Joe der attraktiven Korallenforscherin Mali Yojez, und zum ersten Mal seit langer Zeit scheint sein Leben wieder eine Perspektive zu haben. An seinem Bestimmungsort angelangt, muss Joe jedoch feststellen, dass Glimmungs Vorhaben weitaus wahnwitziger ist, als es zunächst den Anschein hatte und sich bald zu einem Kampf auf Leben und Tod entwickelt.
Nach Blade Runner und Ubik Ubik stellt der 1969 zum ersten Mal erschienene Roman Der galaktische Topfheiler einen thematischen Wendepunkt in Philip K. Dicks Werk dar. Ist der Anfang des Romans eine grandiose Satire auf eine in zunehmendem Maße automatisierte und menschenverachtende Gesellschaft, so stellt die zweite Hälfte des Buches buchstäblich einen Tauchgang in die Untiefen metaphysischer Fragestellungen dar, wie sie das Spätwerk des Autors bestimmen sollten.
Mit Der galaktische Topfheiler schreibt Dick eine Ode an den Faust-Mythos, kleidet ihn jedoch in ein völlig neues Gewand. Einen ganz eigenen Reiz des Romans machen zudem die zahlreichen absurd-komischen Sprachspiele aus, die in der vollständig überarbeiteten Übersetzung auch auf Deutsch ein Genuss sind. -- Die mustergültige Neuausgabe eines der faszinierendsten und zugänglichsten Romane Philip K. Dicks! -- Sara Schade
Kritik zu Der galaktische Topfheiler.
Mythisch und ungeschliffen vom 17.07.2007
Bewertung: 3 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 0 von 1 Besuchern hilfreich
Meine Empfindungen zu diesem kurzen Roman (207 Seiten) sind zwiespältig. Auf der einen Seite ist da zwar eine Story die immer wieder reich an überraschenden Wendungen und die auch größtenteils ganz unterhalsam geschrieben ist. Auf der anderen Seite wirkt das Ganze aber auf mich irgendwie unausgegoren und die Geschichte irgendwie unaufgehellt und zum Teil einfach unglaubwürdig. Die bedrückenden Verhältnisse, die hier auf der Erde der Zukunft dargestellt werden sind nicht wirklich ausgearbeitet,zum Teil einfach auch ganz absurd, wie etwa dass alle Fußgänger ein bestimmtes, gleichförmig-geschwindes Tempo vorlegen müssen um nicht streng ermahnt zu werden. Die Figur des "Glimmung" ist nun auch ziemlich starker Tobak, und eigentlich mehr zugehörig zu einer mythischen Märchenerzählung als zu Sci-Fi: Dass er zugleich auf mehreren Planeten sein kann und doch eigenlich kein rein geistiges Wesen ist, sondern in seiner "wirklichen" Gestalt das Gewicht von 40 000 Tonnen hat, wer soll das begreifen? Erklärt wird das dann auch nicht vom Autor, damit hält er sich gar nicht erst auf. Genausowenig wird besondere Mühe darauf verwendet, Glimmungs Widerpart, eine Art von Anti-Glimmung, sein Wesen, seine Geschichte irgendwie großartig zu erklären, da werden einfach ein paar Sätze geschrieben, das wars dann. Dasselbe gilt auch für die geheimnisvollen Kalenden. Fazit: Wer eine mehr wissenschaftlich fundierte Sci-Fi Geschichte erwartet wird im "Galaktischen Topfheiler" null bedient, dazu ist der Roman zu mythisch und, wie ich finde, zu unausgearbeitet und unausgegoren. Aber trotzdem empfinde ich den Roman nicht als völlig "daneben", die Hauptfigur z.B. erscheint weithin als sympathischer Looser, der nach dem Sinn seines Lebens sucht. Hier, auf der "philosophischen" Ebene, entfaltet der Roman für mich eine eigentümliche Kraft, so dass ich ihn doch gerne gelesen habe.
Weitere ISBN:978-3-453-53013-3, 978-3-4535-3013-3
978-3-45353-013-3, 978-3453530133, 978-3-45-353013-3
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