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Die MAN. Eine deutsche Industriegeschichte.

von Johannes Bähr - ISBN 9783406577628

Gebundene Ausgabe, 544 Seiten
Veröffentlichung Jul 2008 bei C.H. Beck
Amazon-Verkaufsrang #59927
Bewertung 5.0/5.0 bei 1 Meinungen
neu: ab 38.00 Euro
gebraucht: ab 38.00 Euro
Autor: Johannes Bähr
ISBN 9783406577628
ISBN 3406577628 (alt)

Meinung der Redaktion zu Die MAN. Eine deutsche Industriegeschichte.

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Kritik zu Die MAN. Eine deutsche Industriegeschichte.

Ein gelungenes, informatives und lesenswertes Beispiel moderner Industriegeschichte vom 11.08.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Die "MAN", das waren für den 1954 geborenen und in einer Dynastie von OPEL-Arbeitern in Rüsselsheim groß gewordenen Rezensenten immer die anderen. Während ich schon als Kind durch die Lektüre der "OPEL-Zeitung", die der Vater immer nach Hause brachte, genau über die Zahl der Mitarbeiter und die neuen Automodelle informiert war, blieb das große MAN-Werk wenige Kilometer entfernt in Gustavsburg immer etwas Fremdes. Selbst als später zahlreiche ehemalige Grundschulkameraden und aktuelle Mitglieder meiner Jugendfußballmannschaft dort eine Lehre begannen, habe ich nicht nachgefragt und weiß eigentlich bis heute nicht, was meine Freunde dort gearbeitet bzw. hergestellt haben.

Da kam das vorliegende voluminöse Buch von Johannes Bähr, Ralf Banken und Thomas Flemming gerade recht um einem jahrzehntelangen Informationsdefizit abzuhelfen. Anlass für das Erscheinen des Buches ist das 250-jährige Firmenjubiläum von MAN. Das Unternehmen gab es also schon lange vor seinen mittlerweile weltberühmt gewordenen Nutzfahrzeugen.

Die Autoren gehen zurück bis in die Ursprünge der Firma. Sie liegen in der Schwerindustrie, in der St. Antony Hütte, einem Eisenwerk in der Gegend des heutigen Oberhausen. Es ist diese Hütte, die auch heute noch die "Wiege des Ruhrgebiets" genannt wird. Schon 1758 zur Zeit Friedrich des Großen, lässt der Münsteraner Domherr Franz Ferdinand von Wenge Eisenerz abbauen. Er lässt es verarbeiten zu Töpfen, Ambossen und auch zu Kanonenkugeln. Später dann kommt der Zusammenschluss von St. Antony mit den Nachbarhütten Gute Hoffung und Neu Essen: die Gutehoffnungshütte entsteht.

Dazu parallel startet in Süddeutschland der zweite Strang der Unternehmensgeschichte. Die 1840 gegründete Sandersche Maschinenfabrik wird nach eine Fusion umbenannt in Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg - M.A.N. Als 1921 die Gutehoffnungshütte das Unternehmen übernimmt, verbinden sich beide Stränge.

Die Geschichte der Rüstungsproduktion dieser Firma ist lang. Sowohl im Ersten Weltkrieg als auch in der Zeit des Nationalsozialismus gehörte M.A.N. ( die Punkte im Firmennamen werden erst 1986 bei einer Umstrukturierung der Firma gestrichen) zu den größten Rüstungsproduzenten in Deutschland.

Als Gutehoffnungshütte und MAN sich nach dem Krieg zwangsweise durch Beschluss der Alliierten auf den Maschinen - und Anlagenbau konzentrieren, konnte man noch nicht ahnen, dass dies Jahrzehnte später dazu führen würde, dass der Konzern relativ glatt durch die Stahl- und Kohlekrise geführt werden konnte.

Heute sind es weltweit die großen Lastwagen, die das Aushängeschild des Konzerns bilden und der Volkswagenkonzern bestimmt als Großaktionär weitgehend die Geschäftspolitik.

Ein sehr informatives Buch über 250 Jahre Industriegeschichte, das wohl auch die vielen ehemaligen Schulkameraden, die in dieser Firma Arbeit gefunden hatten, interessieren würde. Doch ob die heute Bücher lesen ? Damals jedenfalls hatten sie auf so was keine Lust.

Weitere ISBN:
978-3-406-57762-8, 978-3-4065-7762-8
978-3-40657-762-8, 978-3406577628, 978-3-40-657762-8
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