Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus
von Naomi Klein - ISBN 9783100396112
Gebundene Ausgabe, 560 Seiten
Veröffentlichung Sep 2007 bei Fischer (S.), Frankfurt
Amazon-Verkaufsrang #20509
Bewertung 4.0/5.0 bei 22 Meinungen
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Autor: Naomi Klein
ISBN 9783100396112
ISBN 3100396111 (alt)
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Kritik zu Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus
Was will uns Naomi sagen? vom 28.05.2008
Bewertung: 3 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 4 von 6 Besuchern hilfreich
Die unschönen Folgen der über den Gewinn gesteuerten Marktwirtschaft für den Großteil der Weltbevölkerung sind immer wieder auf Neue erschreckend, wenn sie wie im Buch von Naomi Klein in Ihren Einzelheiten Land für Land recherchiert und dokumentiert werden. Dazu kommt die unglaubliche Brutalität, mit der mit Kritikern dieser Verhältnisse umgegangen wird. Die kühle Dokumentation der systematischen Entwicklung und Verbreitung ausgefeilter Foltermethoden, die sich dann nur noch in ihren folterknecht-spezifischen Exzessen unterscheiden, sind gruseliger Lesestoff.
Nach mehr als 300 Seiten, ungefähr auf der Hälfte der scheinbar endlosen Dokumentation, stellte sich mir allerdings die Frage: was will uns Naomi eigentlich sagen? Auch wenn man die unzähligen Einzelheiten nicht kennt, so weiß doch jeder, der sich dafür interessiert, dass die Marktwirtschaft vor und nach ihrer Globalisierung für den Großteil der Menschheit bittere Armut neben den vorhandenen Reichtümern bedeutet. Die Folterpraxis und ihre Methoden sind von Chile über Argentinien bis zu Guantanamo auch jedem Zeitungsleser bekannt.
Was Naomi uns sagen will, steht auf Seite 36 und ist damit ohne jede weitere Begründung die selbstverständliche Grundlage der folgenden Dokumentation und diese soll offensichtlich auch schon der ganze Beleg für ihre Behauptung sein: »Ich behaupte nicht, dass alle marktwirtschaftlichen Systeme von sich aus zur Gewalt tendieren. Natürlich ist eine Marktwirtschaft, die nicht mit solcher Gewalt durchgesetzt werden muss und keinen solchen ideologischen Purismus verlangt, absolut im Bereich des Möglichen. Ein freier Markt der Konsumgüter kann mit einem kostenlosen öffentlichen Gesundheitswesen, mit öffentlichen Schulen ... durchaus koexistieren. Genauso kann man verlangen, dass Unternehmen anständige Löhne bezahlen ...« So werden die geschilderten Brutalitäten zum Beleg dafür, dass marktwirtschaftliches Gewinnstreben, gar nicht zu Gewalt tendiert und trotz weltweiter »Nahrungsmittelkrise« eigentlich der Versorgung der Menschen dient, solange nur die richtige Mischung zwischen privatwirtschaftlich und öffentlich gefunden wird. Wer es glaubt, wird selig. Da gibt es bessere Bücher.
978-3-100-39611-2, 978-3-1003-9611-2
978-3-10039-611-2, 978-3100396112, 978-3-10-039611-2
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