Die Suche nach dem Panchen Lama: Auf den Spuren eines verschwundenen Kindes
von Isabel Hilton - ISBN 9783492236294
Taschenbuch, 412 Seiten
Veröffentlichung Sep 2003 bei Piper
Amazon-Verkaufsrang #13387
Bewertung 5.0/5.0 bei 5 Meinungen
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Autor: Isabel Hilton
ISBN 9783492236294
ISBN 3492236294 (alt)
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Kritik zu Die Suche nach dem Panchen Lama: Auf den Spuren eines verschwundenen Kindes
Noch nicht das Ende der Fahnenstange vom 29.11.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 3 von 5 Besuchern hilfreich
Das Buch gibt gute historische Hintergründe rund um die vertrackten Lage um den zweithöchsten Lama der Tibeter. Für den Interessierten Tibet-Fan ein Muss.
Ich habe nach dem Lesen des Buches im Internet recherchiert, ob es z.B. bezüglich des vermissten Kindes, dem heute 18-Jährige Gendhun Choekyi Nyima, Neuigkeiten gibt. Laut Meldung vom 11.11.2007 auf TIBET FOCUS (SCHWEIZERISCH-TIBETISCH FREUNDSCHAFT GSTF) hat sich der stellvertretende tibetische Regierungschef Nyima Cering zum Verbleib des Kindes geäußert.
Zitat:
Der hohe tibetische Politiker enthüllte auf Fragen der Journalisten, dass der Junge, den der Dalai Lama 1995 gegen den Willen Pekings zur Wiedergeburt des Pantschen Lamas erkoren hatte, heute "normal in Tibet lebt. Er absolviere die Schlussphase der Oberschule. Der Junge ist patriotisch. Er will nicht, dass sein Leben gestört wird. Wir respektieren seinen Wunsch".
Passt in die konfuse Panchen Lama Politik der Chinesen im Buch. Alles ist gut. Nur der Rest der Welt glaubt der Propaganda nicht.
Auch zum vom Dalai Lama nicht anerkannten chinesischen Kandidaten fand ich interessante Neuigkeiten. Laut Tibet Initiative e.V. besuchte Gyalten Norbu im Jahr 2004 ein Kloster nahe Kumbum. Die Mönche erschienen trotz Anweisung der Chinesen nicht zum Empfang. Daraufhin steckten die Behörden Soldaten und Polizisten in Mönchsroben und ließen sie das Empfangskomitee für den Panchen Lama bilden. Diese waren mit den tibetisch religiösen Ritualen nicht vertraut. Gyalten Norbu scheint clever genug zu sein dieses erkannt zu haben. Als er anschließend die Wahrheit über den staatlich inszenierten Aufzug erfuhr, soll er nach Informationen der exiltibetischen Zeitschrift "Tibet Times Newspaper" erschüttert gewesen sein.
Dieser Quelle zufolge traf er unmittelbar danach mit der Mutter des verstorbenen X. Panchen Lama zusammen. Sie legte ihm dar, warum er unter der Bevölkerung so unpopulär sei und fragte ihn, ob er sich als Inkarnation ihres verstorbenen Sohnes betrachte. Dies soll Gyaltsen Norbu spontan verneint haben.
Diese Meldungen passen sich nahtlos an das Buch an. Ich war zu Zeiten in Tibet als der Karmapa noch in Kloster Tsurphu war. Trotz dieses schwellenden Konflikts bekommen die Chinesen die Lage nicht in den Griff. Sie unterschätzen den Glauben der Tibeter.
Allerdings wird es sehr spannend, was wirklich passiert, wenn der doch schon 72-jährige Dalai Lama stirbt. Die Antwort ist nach dem Gelesenen nicht leicht. Vielleicht sollte man den Panchen Lama für die Reinkarnation von Tenzin Gyatso außen vor lassen und die beiden Karmapas als dritthöchste Vertreter Tibets den Nachfolger bestimmen lassen. Ob das nach den tibetanischen Ritualen möglich ist, entzieht sich meiner Beurteilungskraft.
978-3-492-23629-4, 978-3-4922-3629-4
978-3-49223-629-4, 978-3492236294, 978-3-49-223629-4
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