Die sieben Monde des Jakobus
von Brigitte Riebe - ISBN 9783453351035
Broschiert, 426 Seiten
Veröffentlichung Nov 2005 bei Diana Verlag
Amazon-Verkaufsrang #352
Bewertung 5.0/5.0 bei 34 Meinungen
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Autor: Brigitte Riebe
ISBN 9783453351035
ISBN 3453351037 (alt)
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Kritik zu Die sieben Monde des Jakobus
"Dem Hungrigen schmeckt alles Bittere süß ..." vom 14.07.2007
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 10 von 11 Besuchern hilfreich
...das stammt aus den Sprüchen Salomos aus der Bibel. Camille kann sich dunkel an diese Worte erinnern, doch sie weiß nicht, wer sie eigentlich ist, und möchte ihre Herkunft herausfinden. Daher begibt sie sich auf Pilgerschaft - das ist der eine Handlungsstrang des Romans "Die sieben Monde des Jakobs". Der Haupt-Handlungsstrang ist die Geschichte von Clara Weingarten und ihrem Sohn Jakob aus Freiburg, die 1563 aus dem calvinistischen Genf fliehen müssen, weil dort Jakob der Tod erwartet hätte (für einen Mord, den er nicht begangen hat). Auch sie pilgern nach Santiago de Compostela, um zu Jakobus beten zu können. Im dritten Handlungsstrang wird die Geschichte von Luis Alvar in Santiago de Compostela beschrieben, um den es ebenfalls ein Geheimnis gibt. Parallel hierzu gibt es noch den Blick nach Peru (20 Jahre vorher), das um 1540 Hauptzentrum des Inkareichs war. Es geht um den Niedergang des letzten großen Inkaherrschers Atahualpa zur Zeit der Konquistadoren, und um das Schicksal einer seiner Frauen (Quilla) und deren Sohn Ilya (genannt "Condor").
Schon den Versuch, diese Handlungsstränge zu beschreiben, finde ich relativ schwierig. Beim Lesen ging es mir so, dass ich mich dauernd fragte, wie denn das nun alles zusammengehört. Gerade die Passagen um Clara und Jakob sind aber sehr spannend und fesselnd geschrieben. Hier ist mir teilweise der Atem gestockt und ich habe mitgelitten und gefiebert (und mich teilweise auch über die Naivität von Clara geärgert!). Dann aber wieder diese ausholenden Passagen von Camilla oder Ilya, bei denen ich zunächst überhaupt nicht verstanden habe, worum es geht. Doch es lohnt sich weiterzulesen. Denn als die Handlungsstränge zusammengeführt werden, also als Camille mit Bruno auf Clara und Jakob treffen, wird der Roman klarer und liest sich wieder flüssig.
Brigitte Riebes Stil ist sehr schön, sehr romantisch und sehr anschaulich. Wie immer auch gut recherchiert - der Blick auf das historische Nachwort im Buch ganz hinten beweist dies. Wenn ich den Roman aber mit den anderen vergleiche, die ich bisher von Riebe gelesen habe (siehe meine anderen Rezensionen), dann finde ich diesen jedoch nicht ganz so schlüssig und stimmig, daher auch nur vier Punkte. Mag sein, dass ich den Rat einer Mitrezensentin hätte befolgen sollen, nämlich die "Straße der Sterne" vorher zu lesen. Wie auch immer ...
Das Buch bietet ein umfassendes Lesevergnügen und lässt den Leser abtauchen in die Welt der spätmittelalterlichen Glaubenskriege in Deutschland, der Schweiz und Frankreich, berührt die Themen "Hexenverfolgung" speziell von Kindern und mündet in die sehr schöne Beschreibung einer gemeinsamen Pilgerschaft nach Santiago de Compostela. Für Fans historischer Romane: lesenswert.
978-3-453-35103-5, 978-3-4533-5103-5
978-3-45335-103-5, 978-3453351035, 978-3-45-335103-5
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