Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen
von Hannah Arendt - ISBN 9783492248228
Broschiert, 448 Seiten
Veröffentlichung Oct 2006 bei Piper
Amazon-Verkaufsrang #13669
Bewertung 4.5/5.0 bei 4 Meinungen
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Autor: Hannah Arendt
ISBN 9783492248228
ISBN 3492248225 (alt)
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Kritik zu Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen
Ein differenzierter Blick auf die Thematik vom 09.06.2006
Bewertung: 4 von 5 Sternen
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Die Autorin schrieb als europäische Jüdin über jenen Mann, der für die Ermordung eines Großteils der europäischen Juden verantwortlich gemacht wurde, so unabhängig und nüchtern, dass vielen Zeitgenossen die Spucke wegblieb. Sie fragte, wie sinnvoll es ist, einen von vielen Tätern exemplarisch als Monster hinstellen zu wollen. Sie beleuchtete mit großer Offenheit das Verhalten der deutschen Bevölkerung wie auch der betroffenen Juden und prangerte die in der jüdischen Gemeinde verbreitete Rangordnung an, die manche Leben für wertvoller hielt als andere.
Sie wies darauf hin, dass Eichmann nur mittlere Begabung hatte und nicht einmal ein hochrangiger SS-Offizier gewesen war. Er gehörte nicht zu den Menschen, die die Politik des Dritten Reichs geprägt hatten und hatte deshalb per se eine Stellvertreterposition.
Mir hat ihre Rechtfertigung des Todesurteil für Eichmann gefallen: Weil er nicht mehr auf einer Erde mit Juden leben wollte, muss er auch hinnehmen, dass ein jüdisches Gericht befindet, mit ihm nicht mehr auf dieser Erde leben zu können. Das war seine persönliche Schuld und sein persönliches Vergehen über alle anderen Erwägungen hinaus.
Das Buch liest sich heute noch so aktuell und modern, da es Fragen über Gerechtigkeit und Strafe in Bezug auf internationales Recht aufwirft. Stilistisch war Hannah Arendt auf einer Höhe, die heute nur mehr von wenigen Autoren erreicht wird.
978-3-492-24822-8, 978-3-4922-4822-8
978-3-49224-822-8, 978-3492248228, 978-3-49-224822-8
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