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Fortune de France

von Robert Merle - ISBN 9783746612133

Taschenbuch, 414 Seiten
Veröffentlichung Feb 1998 bei Aufbau Tb
Amazon-Verkaufsrang #47871
Bewertung 4.5/5.0 bei 14 Meinungen
neu: ab 10.00 Euro
gebraucht: ab 10.00 Euro
Autor: Robert Merle
ISBN 9783746612133
ISBN 3746612136 (alt)

Meinung der Redaktion zu Fortune de France

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Kritik zu Fortune de France

Informativer Einblick in die französiche Geschichte des 16. Jahrhunderts! vom 11.06.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 13 von 14 Besuchern hilfreich

"Fortune de France" ist der erste Band des insgesamt 13-teiligen, gleichnamigen Romanzyklus. Wirkt zwar etwas erschreckend, wenn man an diesen Umfang denkt, trotzdem habe ich mich nun herangewagt und wurde mit diesem ersten Teil jedenfalls nicht enttäuscht. Informativ und spannend erzählt Robert Merle von den Religionskriegen zwischen Katholiken und Hugenotten im 16. Jahrhundert. Am Anfang dieser Geschichte wird das Jahr 1550 wiedergegeben und in den folgenden Büchern geht Merle mit den Erzählungen bis ins 17. Jahrhundert. Viele geschichtliche und politische Ereignisse werden auf spannende Weise dem Leser näher gebracht und man bekommt einen interessanten Einblick über das Geschehen der damaligen Zeit.

Die Geschichte zeichnet sich besonders durch die witzigen Dialoge und die lustigen Denkweisen der Charaktere aus. Dadurch kommen sie natürlich auch sehr sympathisch rüber und hinterlassen einen einen positiven Eindruck. Der Hauptprotagonist Pierre gefällt mir dabei am besten, zusammen mit seinem Vater Jean de Siorac und dessen "Bruder" Jean Sauveterre. Letzterer wirkt zwar etwas mürrisch, hat aber sein Herz am rechten Fleck, das kommt gut an und macht ihn deswegen sehr liebenswert. Aber auch die anderen Bewohner der Burg sind sympathisch, einzig Pierres älterer Bruder François kommt unsympathisch rüber.

Mit im Vordergrund steht neben den Religionskriegen das Leben auf der Burg Mespech in der Provinz Périgord. Außerdem wird von der Einnahme der Stadt Calais erzählt, die von den Engländern besetzt und von den Franzosen wiedererobert wurde. Durch diese Schlacht gelangt Jean de Siorac zu dem Titel des Barons und mit Jean Sauveterre in den Besitz der Burg. In dieser Zeit ist Pierre noch ein Kind und erzählt aus seiner Sicht das Leben auf der Burg. Da die beiden Jeans Hugenotten sind und dies auch von allen Bewohnern der Burg verlangen, steht dieser Glaube natürlich im Vordergrund. Da sich Pierres Mutter aber nicht fügt und als einzige Katholikin dort lebt, wird diese Sicht des Glaubens auch informativ dargestellt. Somit bekommt man von beiden Seiten ein sehr gutes Bild.

Dieses war mein erstes Buch von Robert Merle, das ich gelesen habe und ich werde neben dieser Reihe sicherlich auch noch andere Bücher von ihm lesen. Der Schreibstil ist gut zu lesen und leicht verständlich. Der Erzählstil ist der damaligen altertümlichen Sprache angepasst, die sehr gut zu dieser Geschichte passte und nivauvoll wirkte. Außerdem wird dies aus der Ich-Perspektive von Pierre de Siorac erzählt, der seine eigenen Erlebnisse schildert und die Memoiren aus dem "Buch der Rechenschaft", welches sein Vater verfasst hat, kommentiert. Absolut empfehlenswert!

Weitere ISBN:
978-3-746-61213-3, 978-3-7466-1213-3
978-3-74661-213-3, 978-3746612133, 978-3-74-661213-3
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