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Geo Epoche: Geo Epoche Kaiser, Ritter, Hanse: Das Magazin für Geschichte: 25/2007

von Michael Schaper - ISBN 9783570197370

Unbekannter Einband, 170 Seiten
Veröffentlichung Jul 2007 bei Mairdumont
Amazon-Verkaufsrang #14772
Bewertung 4.5/5.0 bei 3 Meinungen
neu: ab 8.50 Euro
gebraucht: ab 3.70 Euro
Autor: Michael Schaper
ISBN 9783570197370
ISBN 3570197379 (alt)

Meinung der Redaktion zu Geo Epoche: Geo Epoche Kaiser, Ritter, Hanse: Das Magazin für Geschichte: 25/2007

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Kritik zu Geo Epoche: Geo Epoche Kaiser, Ritter, Hanse: Das Magazin für Geschichte: 25/2007

Ein gelungenes Magazin! vom 17.01.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 58 von 60 Besuchern hilfreich

Dieses Magazin befasst sich mit Deutschland im Mittelalter und wartet mit einer Vielzahl von imposanten Fotographien auf, die den Leser visuell in die bemerkenswerten Textbeiträge einstimmen.
Im Mittelalter, dem Jahrtausend zwischen 500 und 1500, beherrschten Herzöge, Grafen und Ritter auf mächtigen Festungen das Land, so liest man. Mehr als 20 000 Burgen soll es gegeben haben. Einige von ihnen gibt es immer noch. Dazu zählt u.a. die märchenhafte Burg Eltz, die seit 33 Generationen im Familienbesitz ist, auch die Marksburg am Rhein, sowie Burg Vischering im Münsterland und natürlich die Wartburg in Thüringen, berühmt wegen des Sängerwettstreites zwischen Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide, aber auch weil Luther hier das neue Testament ins Deutsche übersetzte.
An anderer Stelle im Magazin wird man über Walther von der Vogelweide und die Macht der Minne informiert.
Aufklärung erhält man hinsichtlich der politischen Strukturen im Reich, über Könige und Kaiser, wie etwa die Ottonen, die Salier, die Staufer, über die Herrscher des Interregnums, die Regenten während der Zeit der wechselnden Dynastien aber auch über die der Habsburger.
Heinrich IV , der Investiturstreit und Heinrichs Gang nach Canossa werden erneut aus dem Dunkel der Geschichte hervorgezogen. Auch wird das facettenreiche Leben Friedrichs II , des hochgebildeten Stauferkönigs, in knappen Sätzen nachgezeichnet und von dem einst in Prag residierenden Karl IV erfährt man Essentielles, nicht zuletzt, weil unter seiner Herrschaft das wichtigste Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches geschaffen wurde, das ein halbes Jahrtausend überdauerte: die Goldene Bulle. Das ist die Schrift zur Regelung des deutschen Wahlkönigtums.
Im vorliegenden Heft wird man daran erinnert, was man unter den mittelalterlichen Begriffen Ablass, Bann, Investitur, Lehen, Zehnt, Simonie, Reichstag, aber auch unter einer Fehde zu verstehen hat.
Die Äbtissin Hildegard von Bingen wurde zuzeiten Friedrich Barbarossas als Prophetin verehrt. Sie wollte die Welt von Schuld und Sünde befreien und den Menschen einen Weg zu Gott weisen. Von Ihrer Zeit im Kloster Disibodenberg( das sollten Sie unbedingt besuchen!) und ihren weiteren Klosteraufenthalten wird ausgiebig berichtet und es wird ihr Werk " Scivias" -Wisse die Wege- thematisiert. Hildegard lernte u.a. die Kunst des Heilens und schrieb die "Physica" über Pflanzen, Metalle und Mineralien. Sie verzeichnete deren medizinische Wirkung und erläuterte in der Schrift die Herstellung von Pillen, Pulvern, Spülungen und Räucherungen. Die Äbtissin glaubte, dass der Mensch aufgrund des Sündenfalls zu Krankheiten, Siechtum und Unheil neigen würde.
Über Ritterspiele wird in einem längeren Beitrag von dem Historiker Dr. F. Neumann ausführlich berichtet. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff der Schwertleite erklärt und ein Hoffest geschildert, das am 20.5.1184 in der Nähe von Mainz stattfand. Friedrich I Barbarossa war der Gastgeber. 40 000 Ritter, ohne Geistliche und das Volk anderer Stände trafen sich auf der Maaraue um die Festtage zu begehen. Was sich dort im Einzelnen ereignete erfährt man detailliert im Text von Walter Saller.
Ein weiterer Bericht beschäftigt sich mit den Begriffen Macht und Ehre.
Die Fehde, eine kriegerische Form von Selbstjustiz war nicht selten das einzige Mittel, um sich gegen Ehrabschneider, Raubritter oder falsch erhobene Ansprüche sein Recht zu verschaffen. Am Beispiel eines Machtkampfes um die Vorherrschaft des Hunsrück wird verdeutlicht, wie vehement eine Fehde ausgetragen werden konnte, mit Kanonen, unterschiedlichen Armbrustmodellen, Stoßklingen und Hellebarden, mittels denen man feindliche Reiter aus dem Sattel hob.
Besonders beeindruckend ist der Beitrag über den Bau des Kölner Doms. Man betrachtet es als das kühnste Bauvorhaben des Mittelalters. 1248 begannen die Arbeiten dazu und waren 600 Jahre später immer noch nicht abgeschlossen. Die Architektur des Doms wird gut nachvollziehbar erklärt, auch wird über die wohldurchdachten Lichtverhältnisse gesprochen. Durch insgesamt 10000 Quadratmeter farbiger Fenster fällt Tageslicht in den Kölner Dom und beleuchtet Chor, Kirchenschiffe und Altäre. Man erfährt , dass die Fläche der Fenster fast ebenso groß ist, wie das Dach.
Über die so genannte Deutsche Hanse und die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Hansekaufmanns Hildebrand Veckinchusen wird berichet und von dessen Leidenschaft zur Spekulation, von riskanten Krediten, von Geld als auch Ehre, schließlich von Gewinnen und Verlusten.
Hansestädte, nicht nur Lübeck, sondern Brügge sowie Bergen und viele andere damalige Handelsmetropolen werden genannt und es wird verdeutlicht, mit welchen Waren, die Kaufleute damals ihr Geld verdienten.
Schließlich ist Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks und damit einhergehend der mittelalterlichen Stadt Mainz ein Beitrag gewidmet. In der Folge wird an den Verfasser des ältesten deutschen Rechtsbuches , genannt Sachsenspiegel, erinnert. Gemeint ist der großen Rechtsgelehrte Eicke von Repgow.
Ein sehr gut durchdachtes, hochinteressantes Magazin , das man mit Vergnügen immer wieder in die Hand nimmt und sei es nur, um einen Blick auf das Hauptportal des Kölner Doms zu werfen. Wunderschön!

Empfehlenswert!

Weitere ISBN:
978-3-570-19737-0, 978-3-5701-9737-0
978-3-57019-737-0, 978-3570197370, 978-3-57-019737-0
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