Gregor und der Fluch des Unterlandes
von Suzanne Collins - ISBN 9783789132131
Gebundene Ausgabe, 320 Seiten
Veröffentlichung Feb 2008 bei Oetinger
Amazon-Verkaufsrang #18520
Bewertung 4.0/5.0 bei 6 Meinungen
neu: ab 13.90 Euro
gebraucht: ab 11.47 Euro
Autor: Suzanne Collins
ISBN 9783789132131
ISBN 3789132136 (alt)
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Kritik zu Gregor und der Fluch des Unterlandes
Gregor und Luxa muss man einfach wiedersehen" vom 28.05.2008
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 3 von 3 Besuchern hilfreich
Der vierte Teil der Unterland-Chroniken" der amerikanischen Autorin Suzanne Collins beginnt mit einem Paukenschlag. Der Fluch" ist zu einem wahren Untier herangewachsen und erweist sich als große Gefahr für Gregor, Luxa und sämtliche Menschen des Unterlandes. Auch die Huscher, wie die Mäuse in den unterirdischen Höhlensystemen des Unterlandes genannt werden, scheinen der Auslöschung durch die Ratten entgegen zu gehen.
Dank einiger weniger Sätze und Bemerkungen findet man sich schnell in die Geschichte ein und erhält einen kurzen Überblick über die Ereignisse der ersten drei Bände. Im Prinzip lässt sich dieses Buch auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen, nur die Charaktere erscheinen zunächst etwas farblos und ungenau beschrieben. Dies ändert sich jedoch im Laufe der nächsten ein- bis zweihundert Seiten. Denn diese Geschichte konzentriert sich schnell auf die kleine Schicksalsgemeinschaft, die aus den Menschen Luxa, Gregor, Boots, Hazard und Howard, den Fledermäusen Thalia, Aurora, Ares und Nike, dem Kakerlak Temp und dem Huscher Cartesian besteht.
Und was das für eine Geschichte ist. Es geht spannend, ja, hochdramatisch zu, dem Leser wird einiges abverlangt. Sogar ein grausamer Massenmord wird beschrieben, der den beispiellosen Hass der Ratten auf Huscher und Menschen verdeutlicht. Vor allem aber die Wirkung eines Verführers, Tyrannen und charismatischen Tribuns wird beleuchtet und begründet. Die Gefahr, erst zu handeln, kämpfen zu wollen, Krieg zu führen, und dann erst zu denken und zu überlegen, wie es auch ohne Gewalt gehen könnte, wird auf eindringliche Art und Weise vermittelt.
Die Botschaft könnte nicht klarer ausgedrückt werden, als im Zwist zwischen Gregor und Luxa, die verschiedener nicht sein könnten und sich doch über unüberschreitbare Grenzen hinweg mögen, ja vielleicht sogar lieben. Denn bei aller Dramatik und Härte des Kampfes und aller Ausweglosigkeit der Geschehnisse, gibt es immer wieder Momente der Besinnung, der Diskussion und tiefgründigen Verständigung zwischen den Gefährten, die soviel trennt und soviel vereint.
Gregor und der Fluch des Unterlandes" ist im Gegensatz zu den ersten drei Bänden nicht die Abarbeitung einer Prophezeiung und damit ein quasi schicksalhaftes Tun, sondern eben gerade das Gegenteil. Allen Charakteren wird eine Entscheidung abverlangt. Sie müssen im vollen Bewusstsein der Tragweite ihrer Handlungen und der daraus resultierenden Folgen Stellung beziehen und erkennen, dass eine Wahl, warum auch immer man sie getroffen hat, nicht schicksalhaft ist und für die Ewigkeit bestehen muss, sondern immer wieder überdacht werden kann.
Einziges, nicht unerhebliches Manko dieses Buches ist sein abruptes, völlig überraschendes Ende. Keine einzige Frage wird beantwortet, nicht scheint gelöst, die Zukunft düster und blutig. Fast deprimiert, in jedem Fall aber vor den weiteren Ereignissen zitternd, wird sich der Leser gedulden müssen, bis der fünfte Teil der Chroniken erscheint. Und dass man diesen erwerben wird, ist nach vier durchlittenen Bänden keine Frage - Gregor und Luxa muss man einfach wiedersehen".
Ein Wort zum Layout: Hier setzt Oetinger Maßstäbe. Nicht nur die Qualität des Druckes und der feste Einband, vor allem die das in Hochglanzoptik aufgelegte Bild der Fledermaus mit dem auf ihr reitenden Gregor beeindruckt nachhaltig. Dieses von Joachim Knappe gemalte Bild, wie auch die Vignetten im Inneren des Buches, verstärken die Wirkung, die diese Unterland-Chroniken mittlerweile weltweit entwickelt haben.
978-3-789-13213-1, 978-3-7891-3213-1
978-3-78913-213-1, 978-3789132131, 978-3-78-913213-1
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