Ich bin Legende
von Richard Matheson - ISBN 9783453501553
Broschiert, 398 Seiten
Veröffentlichung Jan 2008 bei Heyne
Amazon-Verkaufsrang #2905
Bewertung 4.0/5.0 bei 25 Meinungen
neu: ab 5.50 Euro
gebraucht: ab 3.88 Euro
Autor: Richard Matheson
ISBN 9783453501553
ISBN 3453501551 (alt)
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Kritik zu Ich bin Legende
Gute Hauptgeschichte mit sehr schlechten Kurzgeschichten vom 01.09.2008
Bewertung: 3 von 5 Sternen
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Wie die meisten hier wahrscheinlich wurde auch ich durch den Film von Will Smith dazu angeregt, mir das Buch von Richard Matheson zu zulegen. Der Film war sehr gut und auch die Geschichte dazu ist nicht schlecht, obwohl bis auf einige Namen und Fakten eigentlich kaum Ähnlichkeiten bestehen und beide unabhängig betrachtet werden müssen.
"Ich bin Legende" wirkt auf mich leider manchmal ein wenig unausgereift. Wie einige Rezensenten schon angemerkt haben, hätte man aus dem bestehenden Plot von Robert Neville mehr machen können, so dass am Ende eine Geschichte über 200 Seiten hinausgekommen wäre. Es hätte gelegentlich etwas spannender sein dürfen, wenn man bedenkt, welche Bedrohung jede Nacht Einzug vor Nevilles Haus genommen hat. Auch hätte ich mir mehr hinsichtlich ganz alltäglicher Dinge gewünscht, dass man als Leser mehr erfährt. Stattdessen darf man Zuschauer der seitenlangen Trinkgelager des Protagonisten werden. Die Auswirkungen der Isolation und die daraus resultierenden Handlungen sind ja auch durchaus treffend, waren in ihrer Häufigkeit aber manchmal etwas nervenaufreibend. Ab und zu hätte ich mir persönlich einfach mal den einen oder anderen Schockmoment gewünscht. Diese waren jedoch wirklich rar und wenn vorhanden, dann kamen sie nicht gut herüber. So hatte ich beispielsweise bei der Szene, in der Neville nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause kam, eher das Gefühl, er steht einer Meute von Halbwüchsigen gegenüber. Vielleicht war das auch einfach nur der Einfluss des Films, der mit so manchen grusligen Augenblicken aufwarten konnte und der mich mehr erwarten ließ.
Die wissenschaftlichen Gesichtspunkte, die den Vampirmythos entlarven, waren hingegen sehr interessant und aufschlussreich. Auch das Ende vom Buch war dann insgesamt stimmig, wenn auch etwas traurig. Der Titel hat hier seinen Zweck erfüllt.
Alles in allem hätte das Buch von mir an der Stelle trotz der genannten Mängel und der Tatsache, dass mir Robert Neville über weite Strecken der Geschichte total unsympathisch war und das 200 Seiten einfach zu kurz waren, 4 Sterne bekommen. Die hat sich und da beschränke ich mich jetzt nur auf diese Ausgabe, der Verlag aber verspielt, da sie statt einer preiswerten Veröffentlichung lieber das Buch um 200 Seiten verdoppelt hat, nämlich mit 10 zusätzlichen Kurzgeschichten aus der Hand des Autors. Ich habe von Matheson bisher nichts weiter gelesen und werde dies wahrscheinlich aufgrund seiner Shortstories zukünftig auch nicht tun, denn die sind gelinde gesagt total krude. Wirklich lesenswert fand ich nur "Beute". Der Rest ist eine Mischung aus Mittelmäßigkeit und Langeweile und nicht selten unzumutbar. Besonders unerträglich fand ich "Hexentanz" und "Totentanz", die vom Schreibstil einfach nur anstrengend waren. Ich habe mich förmlich durch die Seiten gekämpft. Vielleicht fehlt mir ja irgendwas, um Gefallen an Geschichten wie "Irrenhaus" und "Aus dem Schatten" zu haben. Die Charaktere waren alle überwiegend unsympathisch und alles war irgendwie nichtssagend, vielleicht lag es an der Übersetzung, ich weiß es nicht. Mir hat das Lesen keinen Spaß gemacht und ich habe es nur der vollständigkeitshalber getan.
Unterm Strich kriegt diese Ausgabe schwache drei Sterne. "Ich bin Legende" kann man auf jeden Fall lesen, die Ergänzungen nur unter Vorbehalt.
978-3-453-50155-3, 978-3-4535-0155-3
978-3-45350-155-3, 978-3453501553, 978-3-45-350155-3
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