Inferno: Ruf der Toten
von Marcel Feige - ISBN 9783865520340
Gebundene Ausgabe, 281 Seiten
Veröffentlichung Jan 2005 bei Festa
Amazon-Verkaufsrang #268118
Bewertung 4.5/5.0 bei 5 Meinungen
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Autor: Marcel Feige
ISBN 9783865520340
ISBN 3865520340 (alt)
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Kritik zu Inferno: Ruf der Toten
Zwiespältige Lektüre, macht Appetit auf Teil 2. vom 28.04.2006
Bewertung: 3 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 7 von 7 Besuchern hilfreich
„Ruf der Toten“ ist kein reiner Horror, sondern eher Mystery. Der Leser erahnt, dass mehr hinter den merkwürdigen Geschehnissen steckt, als der gesunde Menschenverstand zu akzeptieren bereit ist, doch Auflösungen findet man in diesem Buch noch keine.
Die Lektüre des Romans hinterlässt einen zwiegespaltenen Eindruck. Einerseits versteht es Marcel Feige, geschickt Spannung aufzubauen und die Neugier des Lesers am weiteren Verlauf der Geschichte zu wecken. Andererseits verliert er sich teilweise in seltsam poetischen Formulierungen, die so gar nicht zum übrigen Aufbau des Romans passen mögen, beispielsweise, wenn ein Charakter „viele heiße Tränen [...] in seine Handflächen [vergießt]“. Es mutet ein wenig seltsam an, so wie das Zitat von Kai Meyer, mit dem der Verlag den Roman bewirbt: „Jung, urban und ziemlich hipp – Horror wie mit der Rasierklinge auf die Seiten tätowiert.“ Dabei steht dieser Satz zum Teil wohl weniger für den Buch, sondern für das Image des Autors an sich. Wirft man einen Blick auf die bisherigen Veröffentlichungen von Marcel Feige, stellt man fest, dass er sich in „Ruf der Toten“ der Beschreibung einer Subkultur gewidmet hat, die er bestens kennt. Und damit wirkt es auch authentisch. Man glaubt Feige, wenn die Rede ist vom Beat, von Piercings und der Berliner Technoszene.
Die Darstellung der Charaktere in diesem Buch ist ebenfalls durchwachsen. Während die Nebenfiguren wie Paul und Bart teilweise sehr klischeehaft wirken und beim Leser ein eher unbefriedigendes Gefühl erzeugen, schafft es Feige, seine beiden Hauptfiguren glaubwürdig zu charakterisieren. Vor allem Philip sticht hier positiv hervor. Vermutlich sind es gerade seine vielen Fehler und Schwächen, die den Charakter so lebendig erscheinen lassen.
Die optische Aufmachung ist, wie gewöhnlich beim Festa Verlag, qualitativ hochwertig und lässt das Buch im Regal richtig gut aussehen. Auch wenn das Cover keine erkennbaren Bezug zum Inhalt des Romans hat, wirkt es stimmungsvoll und gibt die Atmosphäre des Buches gut wieder.
Fazit: Zu hundert Prozent überzeugen konnte „Ruf der Toten“ nicht, dennoch gelingt es Marcel Feige, Appetit auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Ich persönlich freue mich auf den zweiten Band und hoffe, dann mindestens vier Sterne vergeben zu können.
978-3-865-52034-0, 978-3-8655-2034-0
978-3-86552-034-0, 978-3865520340, 978-3-86-552034-0
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