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Liber Vampirorum III: Last blood

von Boris Koch - ISBN 9783937449012

Taschenbuch, 144 Seiten
Veröffentlichung Feb 2004 bei Midas Publishing
Amazon-Verkaufsrang #995773
Bewertung 5.0/5.0 bei 1 Meinungen
gebraucht: ab 19.00 Euro
Autor: Boris Koch
ISBN 9783937449012
ISBN 3937449019 (alt)

Meinung der Redaktion zu Liber Vampirorum III: Last blood

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Kritik zu Liber Vampirorum III: Last blood

Bloody damn good! vom 08.03.2004
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 8 von 8 Besuchern hilfreich

Brigitte Helbling/Der Messias unserer Art: Sehr literarisch geschrieben und
eine originelle Idee einen Erlöser ins Vampirgeschlecht hineinzudichten auf
den die lebensmüde Spezies wartet. Ein guter Appetizer!

Boris Koch/Judas: Mit dem Thema Erlösung gehts auch gleich weiter indem Jesu
Jünger erst mal zu Vampiren abgestempelt werden und Judas eine gänzlich neue
Bedeutung bekommt. Und wieder fragt man sich warum so viele religiöse und
populäre Mythen vom Bluttrinken handeln und damit immer eine Vision ewigen
Lebens assoziiert wird.

Malte Schultz Sembten/Goldkehlchen: Ob es so angemessen ist eine
Vampirgeschichte in einem KZ zu verorten, dachte ich beim Lesen der ersten
Seite. Dann aber beging der Autor diesen Fehler eben gerade nicht. Herauskam
dabei eine faszinierend geschriebene Geschichte über die Leidenschaft des
Bluttrinkens und der Musik. Dass der Autor erfahren ist, merkt man dieser
Geschichte sofort an.

Giannina Wedde/Schattentrinker: Ausgesprochen anders und sprachlich sehr
ansprechend ist die Geschichte über den Vampir der australischen Outbacks.
Wer Geschichten nicht leiden kann in denen immer alles zehn mal erklärt und
noch für den Dümmsten verständlich gemacht wird, ist hier genau richtig,
denn die Autorin beherrscht die Kunst der Andeutung.

Katrin Döscher/Sibirischer Sommer: Ins tiefe Sibirien führt diese fröstelige
Story um einen obskuren Leichnam und dessen noch obskureres Zerbröseln. Wenn
ich ehrlich bin, habe ich diese Geschichte aber nicht verstanden. Möglich
dass die Erleuchtung noch kommt.

Christian von Aster/98 Züge: Der Herausgeber der Sammlung glänzt in diesem
Band mit fünf Geschichten. Die erste ist diese, die von meisterlichen
Schachprofis handelt denen offenbar nicht nur ein Spiel- sondern auch ein
vampirisches Talent gegeben ist. Unterhaltsam, aber so richtig geniessen
kann das wohl nur jemand der des Schachspielens mächtig ist. Da ich Schach
nicht von Mühle unterscheiden kann, sind das für mich böhmische Dörfer.

Markus K. Korb/Corrigans Durst: Fast schon unfreiwillig komisch ist diese
Geschichte, die in jeder Zeile mal eben zehntausende Jahre vorbeirauschen
lässt. Zum Penner heruntergekommen hängt ein ehemals furchteinflössender
Vampir auf den Strassen New Yorks herum, als ein Atomkrieg ihn für Tausende
von Jahren von der Erdoberfläche verbannt. Als er den Neubeginn der
Evolution vernimmt, kriecht er aus seinem Sarg und schwirrt durstig sein
erstes neues Opfer an. Aber die böse Überraschung kommt
noch..............*g*. Sicher ein Augenschmaus für Veganer!

Bela B. Felsenheimer/Der Erste: Wer es gerne derb und gory mag, ist hier
richtig.Bela tobt sich mal richtig aus und lässt den Vampir buchstäblich vom
Himmel fallen und was dann folgt, sind Blutschlachten und Pfählorgien dass
es nur so spritzt. Nichts für Liebhaber subtiler Kunst.

Christian von Aster/Uns: Eigentlich eine tolle Idee, "Vampire" auf die
Menschheit loszuschicken, damit die mit Ablenkungsmanövern die wahren
Ungehörigkeiten des politischkulturellen Alltags kaschieren. "Kosmetische
Korrektoren der Angst" nennt Aster sie hier. Das wäre wirklich eine tolle
Idee für eine Geschichte, aber leider wird dann alles so kaputterklärt und
transparent gemacht damit es noch der letzte Bleppo kapiert. Sowas finde ich
immer schade, denn man sollte seinem Publikum schon mehr Intelligenz
zutrauen.

T.S. Vaising/Die Ballkönigin: Ein bisschen Vergewaltigungfantasie, ein

bisschen Tötungsgeilheit. Diese Story hat mir buchstäblich den Magen
umgedreht. Vielleicht weil sie so voller Verachtung für den Menschen im
Allgemeinen und die Frau im Speziellen ist.

Bela B. Felsenheimer/Wann hast Du: Auch Bela hat hier eine zweite Geschichte
unterbringen dürfen. Ok, ich geb's zu. Ich mag Belas Geschichten nicht. Die
erste war Splatter, die zweite ist Porno. Nach der zweiten Seite geht einem
das "Ficken", "Schwanz" und "Arsch" gehörig auf die Nerven.

Verena Nussbaumer/Auf dem Weg: Mal was anderes. Hier wird einem der
Werdegang einer Frau zum Vampir per Tagebucheinträgen verabreicht. Die
Transformation in dieser Form nachzulesen ist spannend.

Kathleen Weise/Die Polizistin: Meine absolute Lieblingsgeschichte in diesem
Buch!!! Virtuos spinnt die Autorin eine Geschichte um Abhängigkeiten und
Verrat, und hält dabei einige Überraschungen bereit. Einfach klasse. Aber da
will ich wirklich nicht zuviel verraten.

Christian von Aster/Liber Vampirorum: Herr Aster hat tolle Ideen. Auch hier schlägt er wieder zu. Ein Buch das dem Leser vampirisch das Leben aussaugt. Das hatten wir so ähnlich schon mal in „Die Unendliche Geschichte" oder in Funkes „Tintenherz". Aber hier ist es anders, denn es ist eine Rache des Buchdrucks an Lesern die Schund kaufen und lesen. Das wäre wieder mal eine geniale Vorlage für eine Geschichte, vor allem in Zeiten von Bohlen und Konsorten. Aber Herr Aster erklärt für meine Begriffe zuviel und lässt zu wenig Raum für Geheimnis und selbsterklärende Details. Deswegen mutet die Geschichte öfter an wie ein Vortrag eines frustrierten Literaturliebhabers und weniger wie eine Kurzgeschichte.

Sabine Sänger/Endstation Fox Bravo: Mal was anderes. Hier geht's wieder in die eisige Kälte und zwar in die Antarktis. Ich glaub sowas gibt's in der Historie des Vampirismus noch nicht aber hier schlagen Pinguine zu. Konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Christian von Aster/Vollblutmusiker: Hier merkt man wieder was Asters Stärke wirklich ist: Skurrile Geschichten mit wirklich schrägem Humor. Bei dieser Geschichte um die gruftigen Mariachi aus Mexiko die küheschlachtend auf dem Leipziger WGT auftauchen, habe ich mich förmlich nass gemacht. Einfach wundervoll!

Mario Kühn/Eine Frage der Zutaten: Für mich die am wenigsten reizvolle Geschichte. Irgendwo in diesem Schwank über Metzgereiwettbewerbe muss wohl eine vampirische Pointe stecken.

Christian von Aster/Offener Brief: Wieder mal herrliche humoristisch, wie Aster einen Brief eines Vampirvaters aufsetzt, der sich bei einem „Integrationskindergarten" über die unzumutbare Behandlung von Vampirkindern beschwert. Klasse.

Insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant und originell. Sehr lobenswert ist, dass die Vampirgeschichte allesamt nicht einfach klischeeartig Burgfräulein, Mondnächte und romantischen Firlefanz wiederholen sondern ganz eigenständige und einfallsreiche Ergänzungen zu einem unvergesslichen Mythos sind. An einem Tag lesen ist Pflicht!

Weitere ISBN:
978-3-937-44901-2, 978-3-9374-4901-2
978-3-93744-901-2, 978-3937449012, 978-3-93-744901-2
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