Mein liebster Feind - Klaus Kinski
von Alive - Vertrieb und Marketing/DVD - ISBN 4042907100489
Videokassette, 0 Seiten
Veröffentlichung Jan 1970 bei Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Amazon-Verkaufsrang #10758
Bewertung 4.5/5.0 bei 13 Meinungen
gebraucht: ab 23.90 Euro
Autor: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
ISBN 4042907100489
ISBN (alt)
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Der liebste Feind von Filmemacher Werner Herzog war Klaus Kinski, der Muse und Freund sein konnte, durch seine Manie aber auch Feind. Zusammen mit dem exzentrischen Schauspieler, der als markante Figur in Edgar-Wallace-Krimis auffiel und später François-Villon-Gedichten ("Ich bin so wild auf deinen Erdbeermund") seine eindringliche Stimme lieh, realisierte Herzog seine bekanntesten Filme: Aguirre, der Zorn Gottes (1972), Nosferatu - Phantom der Nacht (1978) und Fitzcarraldo (1981).
Mit ihm hatte er seine schlimmsten Auseinandersetzungen, die sich vom lauthalsen Anbrüllen zu gegenseitigen Morddrohungen steigern konnten. Sie küssten und sie schlugen sich und das dokumentiert in den spannendsten und eindringlichsten Passagen des Dokumentarfilms die Kamera von Thomas Mauch, der sie auch außerhalb der Klappe bei Aguirre und Fitzcarraldo hat mitlaufen lassen. Das belegen auch die Erzählungen von Herzog selbst, der mit seinem Team zu den Locations seiner Spielfilmdrehs und wegen der abenteuerlichen Bedingungen häufig auf Survivaltours zurückgekehrt ist.
Werner Herzog, einer der im Ausland am meisten geschätzten deutschen Filmemacher, lässt auch Kinskis Kolleginnen Eva Mattes, Marie in Woyzeck (1979), und Claudia Cardinale (Fitzcarraldo) zu Wort kommen und schildert die warmen, freundschaftlichen Momente zwischen ihm und seinem ehemaligen Nachbarn aus der Kindheit in Schwabing. Nicht nur ein außergewöhnliches Künstlerporträt, beweist der Film, der auf internationalen Festivals vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, dass eine Doku über das Filmedrehen mindestens genauso viel Spannung, Spaß, Drama und Exzess bieten kann wie ein Fictionfilm. --Heike Angermaier
Kritik zu Mein liebster Feind - Klaus Kinski
I am Klaus Kinski! vom 31.03.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 3 von 5 Besuchern hilfreich
Habe mir den Film im Anschluss an mein Deutsch Referat über die Beziehung von Kinski und Herzog in Zusammenhang mit Fitzcarraldo gesehen.
Ich depp hätte das lieber vorher machen sollen, egal, zum film:
wer an der person / dem mythos kinski halbwegs interessiert ist, wird dieser film sicherlich fesseln. allein die anfangssequenz aus seiner jesustour gibt im grunde genommen die eine seite kinskis wieder. die andere wird zum schluss des filmes deutlich, die sentimentale, emotionale.
während des filmes habe ich mir allerdings die frage gestellt, wer wirklich irrer ist:
kinski ode herzog? die meisten sagen sofort KINKSI! ehm, leute, habt ihr mal hingehört? herzog wollte ihn tatsächlich am ende von aguirre über den haufen schießen. ich bin überzeugt er meinte das ernst, genau so wie herzog kinskis haus anzünden wollte.
der film gibt womöglich die beste gelegenheit kinskis charakter zu verstehen. zum einen empfindet man immer wieder sympathie, zum anderen denkt man "junge, so kannst du nicht handeln". dass er sein ads durchdrücken muss, als sich ein set-mitarbeiter das bein absägt damit das gift von der schlange, die ihn kurz davor gebissen hatte, sich nicht zu schnell ausbreitet, ist einfach unangebracht.
in dem film ist wirklich alles gesagt was man wissen muss wenn man das duo kinski herzog verstehen will. schade dass die beiden am schluss getrennte wege gegangen sind. herzog hat ein gutes gespür für gute drehbücher und kinski die perfekte interpretation in seiner mimik.
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