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Monster: Zu Körperlichkeit und Medialität im modernen Horrorfilm

von Arno Meteling - ISBN 9783899425529

Broschiert, 369 Seiten
Veröffentlichung Nov 2006 bei Transcript
Amazon-Verkaufsrang #424120
Bewertung 3.0/5.0 bei 2 Meinungen
neu: ab 31.80 Euro
gebraucht: ab 25.00 Euro
Autor: Arno Meteling
ISBN 9783899425529
ISBN 3899425529 (alt)

Meinung der Redaktion zu Monster: Zu Körperlichkeit und Medialität im modernen Horrorfilm

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Kritik zu Monster: Zu Körperlichkeit und Medialität im modernen Horrorfilm

Der Rand rückt in den Diskurs vom 29.03.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 7 von 10 Besuchern hilfreich

Lange Zeit vom filmwissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen, fristeten die so genannten B-Genres unter den Filmen ein Dasein in der Fankultur und im Schatten des Internets. Langsam erst werden sie von der Wissenschaft entdeckt und aufgearbeitet. Ein großer Schritt in diese Richtung ist die vorliegende Dissertation von Arno Meteling, der versucht in einem großen Bogen die wichtigsten neusten Entwicklungen des Horrorfilms nachzuzeichnen. Schwerpunkt der Untersuchung ist vor allen Dingen der apokalyptische Horrorfilm nach dem Bruch des Genres in den 60er Jahren, als die Wandlung zum Splatterfilm vollzogen wurde. Eine Konzentration auf die Meilensteine des Genres, die mittlerweile fast alle ihr (post)modernes Remake erfahren haben, kommt eben so zur Sprache, wie Altmeister Cronenberg und sein Medienhorror, wie auch die Inszenierungen von Chris Cunningham. Im Zentrum der Betrachung steht dabei immer der Begriff des Körpers und die Lesart des Körpers, der im Horrorfilm besonders an die Grenzen seiner Belastbarkeit gebracht wird und dies im wahrsten Sinne des Wortes.

Besonders hervorzuheben ist hierbei auch eine Beschäftigung mit dem Subgenre des Kannibalenfilms, welcher nicht nur als besonders geächtet gilt, sondern kaum zu Wort kommt in den üblichen Veröffentlichungen zum Genre. Er bietet zudem einen Wechsel der Topograpie im ansonsten sehr US-lastigen Kanon der Filme.

Auffällig allerdings ist doch - und dies nicht nur zwischen den Zeilen - daß Meteling oft den Blick des Germanisten (seiner Profession) und nicht des Filmwissenschaftlers auf den modernen Horrorfilm richtet und man so an manchen Stellen eine genuin filmwissenschaftliche Untersuchung einfügen könnte. Doch wenn die Filmwissenschaft länger braucht für "ihre" Gegenstände, sollen sich eben andere darum kümmern und diese Dinge in den Diskurs bringen.

So ist das Buch nicht nur ein Muß für den Medien- und Filmwissenschaftler, sondern auch für den Fan des Genres, der schnell merkt, ob man pejorativ oder kritisch mit (s)einem Gegenstand umzugehen weiß.

Weitere ISBN:
978-3-899-42552-9, 978-3-8994-2552-9
978-3-89942-552-9, 978-3899425529, 978-3-89-942552-9
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