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Mount Dragon, Labor des Todes

von Douglas Preston - ISBN 9783426608654

Taschenbuch, 596 Seiten
Veröffentlichung Jul 1998 bei Droemer Knaur
Amazon-Verkaufsrang #1401
Bewertung 4.0/5.0 bei 58 Meinungen
neu: ab 8.95 Euro
gebraucht: ab 3.00 Euro
Autor: Douglas Preston
ISBN 9783426608654
ISBN 3426608650 (alt)

Meinung der Redaktion zu Mount Dragon, Labor des Todes

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Kritik zu Mount Dragon, Labor des Todes

600 Seiten berechenbare Ärmlichkeit vom 26.08.2008
Bewertung: 2 von 5 Sternen
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Drei Prisen "Andromeda" von Crichton, ein Haucherl Entwicklungsroman (aus einem eindimensionalen Wissenschaftler wird ein zweidimensionaler), ein wenig (systemstabilisierende) Systemkritik, festgemacht am bösen Chef des bösen Konzerns, der - ein dreifach Hoch auf die poetische Gerechtigkeit - übel abgestraft wird, eine dem Zeitgeist gemäß frisierte aufrechte, standfeste Frau, die natürlich Recht behält, dafür aber mit einem eher abstoßenden Charakter büßen muss, das Ganze mit etwas "human interest"-Soße und ähnlichen futilen Ruminationen auf 600 Seiten aufgebläht, damit die gebundene Erstausgabe noch ein paar Dollar mehr einbringt; so schreibt man heute sogenannte Bestseller.

Verglichen mit diesem epigonalen, berechenbaren Zeugs kommt einem jeder beliebige Crichton-Roman wie eine Offenbarung vor, rank und schlank und straff und von zielgerichteter Spannung; was dieses undynamische Duo produziert, kommt mir dagegen eher öde und vergleichsweise spannungslos vor; es ist, als hätten die Autoren einen Kursus "Erfolgreich Schreiben" (den berühmten "Creative Writing 101") absolviert. Der in Rede stehende Roman ist nicht bodenlos schlecht - wer derlei sucht, sei auf "Codex" von Meister Preston verwiesen -, aber insgesamt unergiebig; selbst nach meinen für diese Gattung abgemilderten Ansprüchen taugt er nicht allzuviel, ganz zu schweigen davon, dass beispielsweise auf zwei Seiten Thomas Bernhard oder einer Seite Schopenhauer mehr Geist zu finden ist als auf 5000 Seiten Preston/Child.

Nach drei Preston/Child-Romanen war dies mit Sicherheit mein letzter; und der Klappentext wagt es auch noch, dieses Buch mit Crichton zu vergleichen. Da fragt man sich doch nach der Kompetenz der amtlich bestallten Zeitungsrezensenten und nach der Möglichkeit sog. Gefälligkeitsgutachten.

Als Detail am Rande wünsche ich mir einmal wieder einen Übersetzer, der DNS statt DNA schreibt, weil es auf Deutsch immer noch "Säure" heißt und nicht "acid".


Weitere ISBN:
978-3-426-60865-4, 978-3-4266-0865-4
978-3-42660-865-4, 978-3426608654, 978-3-42-660865-4
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