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Psychiatrie: 50 Express-Fälle für die Prüfung - von Fall zu Fall

von Adam Brochert - ISBN 9783437439506

Broschiert, 112 Seiten
Veröffentlichung Oct 2005 bei Urban & Fischer Bei Elsevier
Amazon-Verkaufsrang #5160
Bewertung 4.0/5.0 bei 2 Meinungen
Autor: Adam Brochert
ISBN 9783437439506
ISBN 3437439502 (alt)

Meinung der Redaktion zu Psychiatrie: 50 Express-Fälle für die Prüfung - von Fall zu Fall

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Kritik zu Psychiatrie: 50 Express-Fälle für die Prüfung - von Fall zu Fall

VORSICHT FEHLER!!!! vom 26.08.2007
Bewertung: 3 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 23 von 23 Besuchern hilfreich

Prinzipiell gefällt mir die Aufmachung der Reihe. Die Fälle sind allerdings etwas zu einfach, es wird kein typisches Symptom ausgelassen, so dass die Lösung leicht fällt, die ergänzenden Kommentare bleiben oberflächlich und es fehlt fast immer der Hinweis, worauf (ICD 10 / DSM IV)sich die diagnostischen Kriterien beziehen. Das wäre ja noch 4 Sterne wert, aber es gibt einige grobe Fehler. Beispiele: S. 33 steht: "...niedrigpotenten Neuroleptika, z.B. Promethazin (Atosil)....". Promethazin hat überhaupt keine neuroleptische Potenz, es ist kein Neuroleptikum. Auf Seite 44 und 96 werden die Kriterien für eine schizoaffektive Störung falsch angegeben: "Eine Differentialdiagnose stellt die Schizoaffektive Störung dar, die jedoch durch psychotische Symptome OHNE GLEICHZEITIGE AFFEKTIVE SYMPTOME in bestimmten Krankheitsphasen gekennzeichnet ist." Entsprechend Seite 96: Schizoaffektive Störung: "Entscheidend für die Diagnose ist, dass die Patienten mindestens eine ununterbrochene Krankheitsphase aufweisen müssen, in der eine manische oder eine (major-)depressive Episode auftritt. VOR ODER NACH DIESER EPISODE MUSS ES EIN 14-TÄGIGES INTERVALL MIT WAHNSYMPTOMEN ODER HALLUZINATIONEN GEBEN, IN DEM KEINE STIMMUNGSÄNDERUNGEN VORKOMMEN." Tatsächlich gehört zur Definition der schizoaffektiven Störung aber sowohl in der ICD 10 als auch im DSM IV das gleichzeitige Vorhandensein schizophrener und affektiver Symptome. Letztes Beispiel: Seite 110 wird eine depressive ältere Dame mit Psyeudodemenz geschildert. Diagnose: "Pseudodemenz (Ganser-Symptom). Auch im Text heißt es: "etwa 15% älterer depressiver Patienten zeigen ein solches Ganser-Syndrom". Tatsächlich ist aber ein Ganser-Syndrom etwas völlig anderes als eine Pseudodemenz!
Deshalb bestenfalls 3 Sterne.

Weitere ISBN:
978-3-437-43950-6, 978-3-4374-3950-6
978-3-43743-950-6, 978-3437439506, 978-3-43-743950-6
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