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Quellen des Selbst: Die Entstehung der neuzeitlichen Identität

von Charles Taylor - ISBN 9783518288337

Taschenbuch, 911 Seiten
Veröffentlichung Mar 1996 bei Suhrkamp
Amazon-Verkaufsrang #153495
Bewertung 5.0/5.0 bei 2 Meinungen
neu: ab 20.00 Euro
gebraucht: ab 16.50 Euro
Autor: Charles Taylor
ISBN 9783518288337
ISBN 3518288334 (alt)

Meinung der Redaktion zu Quellen des Selbst: Die Entstehung der neuzeitlichen Identität

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Kritik zu Quellen des Selbst: Die Entstehung der neuzeitlichen Identität

Charles Taylor Arbeit gegen den Gedächtnisverlust der Modern vom 26.07.2000
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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In einer Welt der Unübersichtlichkeiten und der Sehnsucht nach Identitätsgewißheiten versucht der kanadische Sozialphilosoph Charles Taylor in seinem 900 Seiten starken Werk die Geschichte der neuzeitlichen Identität durch Beschreibung ihrer Genese zu bestimmen. So sind für ihn die einstig moralischen Ideale zur Travestie verkommen:er zeigt beispielsweise auf, daß die zentrale Idee von der menschlichen Freiheit in einen Individualismus der Selbstverwirklichung gemündet ist, die eine Gesellschaft der Gleichgültigen hervorgebracht hat. Ohne ein Wissen um uns selbst sind wir nichts. Dieses Wissen ist dem Menschen für Taylor abhanden gekommen. Das Wissen um die Quellen, aus denen sich unser Selbst nährt, ist versiegt. Denn zu wissen wer man ist braucht mehr als Name und Herkunft. Ziel Taylors:eine Rekonstruktion dieses Wissens und zugleich eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Moderne. Dieses Monumentalwerk schafft es, die gewichtigen Umgestaltungen unserer Kultur und Gesellschaft der letzten drei bis vier Jahrhunderte zu begreifen, und uns dadurch auch selbst zu verstehen.

So rollt er vor dem Leser das gesamte metaphysische, philosophische und kulturelle Erbe der Neuzeit aus, buchstäblich all ihre "Quellen", um den heute drohenden Gdächtnisschwund der Moderne entgegenzuwirken. Er will unseren hedonistischen, dem Spiel der Eitelkeiten verfallenen westlichen Gesellschaften zeigen, daß die Moderne voller "Güter" ist und er zeigt damit zugleich, daß auch unser heutiges, vermeintlich individuelles Handeln sehr wohl durch den Wertekanon der Moderne motiviert ist und erst dadurch seinen Ort findet. Der Leser dieses Werkes findet hier eine höchst komplexe Darstellung abendländischer, besonders neuzeitlicher Kultur.

Weitere ISBN:
978-3-518-28833-7, 978-3-5182-8833-7
978-3-51828-833-7, 978-3518288337, 978-3-51-828833-7
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