Spätes Tagebuch: Theresienstadt - Auschwitz - Warschau - Dachau
von Max Mannheimer - ISBN 9783866120693
Broschiert, 127 Seiten
Veröffentlichung May 2012 bei Pendo
Amazon-Verkaufsrang #19171
Bewertung 4.5/5.0 bei 6 Meinungen
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Autor: Max Mannheimer
ISBN 9783866120693
ISBN 3866120699 (alt)
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Kritik zu Spätes Tagebuch: Theresienstadt - Auschwitz - Warschau - Dachau
Erschütternder Bericht vom Überlebenskampf im KZ vom 13.07.2008
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Vor einiger Zeit habe ich mich durch Walter Kempowskis "Echolot" gearbeitet. Im besonderen sind mir dabei die Beschreibungen von Max Mannheimer aus dem KZ-Alltag aufgefallen, die sich durch einen dokumentarisch-ungeschminkten Stil auszeichneten. Die Beschränkung auf Wesentliches und der Verzicht, sich in Details zu vertiefen, ist prägnant und authentisch.
Auf eben diese Weise erzählt Mannheimer in seinem "Späten Tagebuch" über seine Kindheit, die Judenverfolgung im 3. Reich, die Flucht aus seiner mährischen Heimat in die Slowakei, der Deportation und seinem Überlebenskampf in verschiedenen KZs.
Einer unbeschwerten Kindheit im mährischen Neutitschein, folgte nach Annektion durch das Hitlerreich ein Spiessrutenlauf bis zu seiner Deportation in das KZ Theresienstadt. Sein unbändiger Überlebenswille und seine gefühlte Verantwortung gegenüber seinem jüngeren Bruder Erich, dem einzigen Überlebenden Verwandten, liess ihn die Jahre in den verschiedenen Konzentrationslagern überstehen. Durch geschicktes Einbringen seiner Arbeitskraft konnte er wiederholt dem drohenden Tod entgehen und bis zur Befreiung in der Nähe seines physisch stabileren Bruders bleiben.
Während 6 Millionen ermordeter Juden eine anonyme Masse darstellen, sind es immer wieder die Einzelschicksale der Betroffenen, die erschüttern. Max Mannheimer gelingt es darzustellen, wie er, als unbescholtener junger Mensch plötzlich seine Freunde, sein Ansehen und seine Rechte verliert und so schutzlos in die Mühlen einer pathologischen und verbrecherischen Politik gerät, die sich in den Kopf gesetzt hat Feindbilder zu schaffen und diese rücksichtslos "wie Schlachtvieh" auszumerzen.
978-3-866-12069-3, 978-3-8661-2069-3
978-3-86612-069-3, 978-3866120693, 978-3-86-612069-3
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