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Vergessene Reiche, Bd. 1: Die Saga vom Dunkelelf: Heimatland

von R. A. Salvatore - ISBN 9783833213885

Broschiert, 144 Seiten
Veröffentlichung May 2006 bei Panini Manga und Comic
Amazon-Verkaufsrang #15655
Bewertung 4.5/5.0 bei 7 Meinungen
neu: ab 16.95 Euro
gebraucht: ab 9.99 Euro
Autor: R. A. Salvatore
ISBN 9783833213885
ISBN 3833213884 (alt)

Meinung der Redaktion zu Vergessene Reiche, Bd. 1: Die Saga vom Dunkelelf: Heimatland

Die Redaktion hat noch keinen Eintrag verfasst.

Kritik zu Vergessene Reiche, Bd. 1: Die Saga vom Dunkelelf: Heimatland

Tolle grafische Interpretation der Salvatore-Klassiker vom 11.05.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 8 von 8 Besuchern hilfreich

Ich stöbere immer mal jedes Quartal nach neuen Salvatore-Büchern oder Artikeln, und bin daher vor kurzem auf die Comicumsetzung der Dunkelelf-Saga gestoßen.

Als Vorlage für das erste Comic "Heimatland" dienen die Bücher "Der dritte Sohn" und "Im Reich der Spinne" - hierzulande wurde Salvatores Roman zweigeteilt - im amerikanischen Original heisst das Buch ebenfalls wie das Comic "Homeland".

Die Dunkelelfen-Saga um den mittlerweile zur Kultfigur avancierten Drow Drizzt gehört wohl zu Salvatores stärksten Roman-Ablegern in den Forgotten Realms - wenn nicht sogar zu Salvatores besten Büchern überhaupt. Auch Freunde des Computerspielereihe "Baldur's Gate" dürften dem krummsäbelschwingenden Dunkelelfen bereits begegnet sein.

Inhaltsangabe:
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Drizzt Do'Urden wird als dritter Sohn seines Hauses in die von bösen und chaotischen Kreaturen besiedelte Stadt des Unterreichs Menzoberranzan geboren. Das Drizzt anders ist als seine verteufelte Rasse, merkt man schon bei der Geburt an seinen purpurenen Augen. Während seiner Ausbildung entwickelt Drizzt nur wenig Verständnis für die Taten seines Volkes - aber er ist nicht der erste der Verachtung für sein Volk entwickelt sein Lehrer und Mentor (und Vater) Zaknafeien steht bei der Ausbildung Drizzts im ständigen Konflikt zwischen einer Erziehung zu einem typischen Dunkelelfen und dem unterschwelligen Wunsch, dass dieses Kind nicht verdorben werden und ihm ein anderer Weg dargeboten werden soll. Doch selbst als die Ausbildung bei seinem Mentor beendet ist und er keinen Einfluss mehr auf ihn hat, merkt der junge Drow, dass die unehrenhafte Art seines Volkes nicht mit seiner Art harmoniert. Neben dem Entsetzen über die Taten der Drow bleibt ihm nur noch der Schwertkampf - worin er nun all seine Kraft steckt und in jeder freien Minute trainiert. Sein außenordentliches Talent im Kampf legt somit das Fundament, sich gegen die religiös-fanatischen Matriarchinnen seines eigenen Hauses (und Volkes) zu stellen und seinen eigenen Weg zu gehen - und das bedeutet letztendlich für ihn nur eines: Exil. Damit endet der gelungene Comic und der erste Teil der Dunkelelfen-Saga.

Zeichnerische Umsetzung:
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Ich bin kein Comicexperte - bis auf Erfahrungen mit den Disney-Comics vor vielen, vielen Jahren und Frank Millers Sin City, Wolverine oder 300 hat sich mir noch nicht viel mehr erschlossen (und der Manga-Bereich beginnt mich erst jetzt langsam zu interessieren).

Der Zeichenstil von "Heimatland" weiss aber zu gefallen. Er fängt Emotionen, Kämpfe und markante Punkte in der Geschichte in schönen Zeichnungen ein - nur an wenigen Stellen können die sehr gleich aussehenden Drow kurz für Verwirrung sorgen. Als Miller-Freund hätte ich mir einige Stellen etwas düsterer gewünscht - auch hätte ich eine etwas andere Zeichentechnik für die Umsetzung von Menzoberranzan erhofft. Immerhin herrscht dort große Dunkelheit; die Drow sind nur mithilfe ihrer Infravisionen (sprich: Dunkelsicht) in der Lage, dort zu sehen. Und sie sehen demnach auch in einem anderen Spektrum. Eine größtmögliche Reduzierung der Farben auf das allernötigste hätte ich als schön empfunden - aber vermutlich wäre das zu experimentell geworden.
Außerdem wäre es schön gewesen, wenn man auch eine schön gezeichnete Karte der Stadt hinzufefügt hätte - wie ihm Buch. Dieser Wunsch entspringt aber wohl meinem subjektiven Tolkienismus, der nicht genug von Karten und Reiserouten bekommen kann.

Papierqualität/Bundqualität:
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Eine Präsentation im Hardcover wäre natürlich schöner (und stabiler) gewesen, aber auch im festen Paperback macht das 144-Seiten starke Comic einen gut verarbeiteten Eindruck und dürfte mit etwas Sorgsamkeit jede Lesestunde überleben. Das US-Original "Homeland" erschien in 3 Comicbänden - schön dass man hierzulande die komplette Geschichte Heimatland in einem Band vorliegen hat. Auch schön, dass wir aber auf die drei außerordentlich schön gezeichneten Covermotive der US-Fassung nicht verzichten müssen - denn diese Motive trennen das Buch in drei Kapitel - und dazu gibt es noch je ein alternatives Cover zu bewundern.

Fazit:
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Aber genug von hätte-könnte-wäre. Der Comic überzeugt auf seine Art genau wie die tollen Bücher und sollte auch Neueinsteigern die Möglichkeit geben, einen der markantesten Helden der Forgotten Realms kennenzulernen. Die zwei weiteren Comicbände habe ich bereits bestellt und ich freue mich natürlich auf ein Neuerleben der spannenden Geschichte und auf die visuelle Interpretation von Bruenor, Wulfgar, Cattie-Brie, dem Icewind Dale und vielen anderen Orten und Personen.

Für Salvatore-Fans stellt dieser Comic jedenfalls einen Pflichtkauf dar, aber auch Comicliebhaber sollten einen Blick darauf werfen - die tolle Geschichte und die schönen Zeichnungen sprechen auf jeden Fall dafür.

Weitere ISBN:
978-3-833-21388-5, 978-3-8332-1388-5
978-3-83321-388-5, 978-3833213885, 978-3-83-321388-5
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