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Wann bitte findet das Leben statt?

von Rowohlt Tb. - ISBN 9783499242618

Broschiert, 224 Seiten
Veröffentlichung Aug 2006 bei Rowohlt Tb.
Amazon-Verkaufsrang #31666
Bewertung 3.5/5.0 bei 4 Meinungen
neu: ab 7.90 Euro
gebraucht: ab 7.90 Euro
Autor: Rowohlt Tb.
ISBN 9783499242618
ISBN 3499242613 (alt)

Meinung der Redaktion zu Wann bitte findet das Leben statt?

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Kritik zu Wann bitte findet das Leben statt?

Wann bitte findet gutes Schreiben statt? vom 31.05.2007
Bewertung: 2 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 5 von 5 Besuchern hilfreich

"Wann bitte findet das Leben statt?" Eine vielversprechende Frage, dessen Beantwortung bereits durch Frieds Einleitung eine Auflösung erhält: Das Leben findet jetzt und hier und in diesem Augenblick statt. Wer jetzt meint, dass Buch nicht mehr lesen zu müssen, liegt goldrichtig.
Nicht nur, dass man sich fragt, weshalb weibliche Schriftstellerinnen zum überwiegenden Teil Amerikanerinnen sein müssen, deren Texte ins Deutsche übertragen wurden, obwohl deren Gehalt mehr als fragwürdig und nicht immer zum gestellten Thema der Lebenssuche passt. So fragt man sich unweigerlich nach dem lesen der ersten beiden Kurzgeschichten, ob jene Frauen jemals etwas von Simone de Beauvoir oder generell einfach was von Frauenwert unabhängig vom Vorhandensein eines Mannes an ihrer Seite gehört haben oder sich überhaupt vorstellen können, dass es den vorherrschenden Typ Frau schon längst nicht mehr gibt, der sich in vollkommene Abhängigkeit zum Mann stellt.
So beschreibt E. Beleites (ausnahmsweise eine Deutsche) den scheinbaren Weltzusammenbruch einer verheirateten Frau, die im Stress ihres Hausfrauendaseins das vermeintliche Indiz der betrügerischen Machenschaft ihres Mannes entdeckt. Dass daraufhin von der Schriftstellerin (?) erst mal alle Frauenklischees von hysterischer Überreaktion bis hin zur stillschweigenden Akzeptanz des Gegebenen Umstandes geschildert werden, nur um dann doch in die Sicherheit des "ist ja nichts gewesen" (weil doch nicht fremdgegangen) Zuflucht zu nehmen, langweilt und ernüchtert. Sorry liebe Frau B., aber wie gesagt, solcherlei Verhalten ist zu klischeehaft, als das es den Leser überhaupt noch interessieren, geschweige denn unterhalten oder überraschen könnte.
Hinzuzufügen ist, dass so gut wie alle Kurzgeschichten von einer schon lästig erscheinenden Präsenz des Autoren-Ich's durchdrungen ist. Allzuoft beschleicht einen das Gefühl, hier in den Privatgedanken der Autorinnen zu wühlen, anstatt seriöse schriftstellerische Arbeit vor den Augen zu haben.
Es gibt allerdings zwei Geschichten, die durch ihre Qualität doch hervortreten. Einmal von G.Poppe (eine Deutsche!) "Kleines Paradies" und von B. Kirshenbaum (Amerikanerin) "P. und ich". Ob sich der Kauf wegen zwei einigermaßen lesbaren Kurzgeschichten von insgesamt 14 wirklich lohnt, muss jeder Leser, jede Leserin für sich entscheiden. Wann das Leben stattfindet, wird man durch dieses Buch nicht herausfinden, weil kein Buch der Welt einem verständlich machen kann, dass jeder für sich und genau jetzt lebt. Das macht zu viel Angst vor Initiativ-Ergreifung und Frau könnte ja auf die Idee kommen, lieber von dem nicht investierten Geld in dieses Büchlein eine netten Herren auf einen Drink einzuladen.

Weitere ISBN:
978-3-499-24261-8, 978-3-4992-4261-8
978-3-49924-261-8, 978-3499242618, 978-3-49-924261-8
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