Wenn es verletzt, ist es keine Liebe: Die Gesetzmäßigkeiten erfüllter Partnerschaft
von Chuck Spezzano - ISBN 9783442217229
Taschenbuch, 380 Seiten
Veröffentlichung Aug 2005 bei Goldmann
Amazon-Verkaufsrang #506
Bewertung 4.0/5.0 bei 14 Meinungen
neu: ab 12.00 Euro
gebraucht: ab 7.99 Euro
Autor: Chuck Spezzano
ISBN 9783442217229
ISBN 3442217229 (alt)
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Kritik zu Wenn es verletzt, ist es keine Liebe: Die Gesetzmäßigkeiten erfüllter Partnerschaft
Ratgeber zum Unterdrücken von Wut vom 02.07.2008
Bewertung: 1 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 15 von 17 Besuchern hilfreich
Der vielversprechende Titel des Buches entspricht leider nicht dem Inhalt des Buches. Meine erste Assoziation beim Lesen des Titels war eher emanzipatorischer Natur und klang nach Anleitung zu Streitkultur und Möglichkeiten fairer Trennungen. Leider geht es in dem Buch aber eher darum, wie man sich das schlechte Verhalten anderer Leute schön reden kann und obendrein noch 80% ihrer Schuld auf sich nimmt.
Der/die LeserIn wird in seiner/ihrer Partnerschaft oft in seinen/ihren Gefühlen verletzt, fühlt sich oft ungerecht behandelt und fragt sich, ob der Partner ihn/sie (noch) liebt. Insbesondere stellt der Leser/ die Leserin sich wohl die Frage, ob schlechtes Verhalten des Partners toleriert werden muss... was schon schlimm genug ist. Denn verletzendes Verhalten ist nie zu tolerieren. Der Titel allein impliziert schon, dass der Käufer sich in mindestens einer zwischenmenschlichen Beziehung unwohl fühlt, weil ihre/seine Gefühle verletzt worden sind oder permanent verletzt werden. Dass man in seinen Gefühlen verletzt wird, bleibt im Leben wohl nicht aus, wenn man allerdings einen psychologischen Ratgeber zu Rate ziehen möchte, kann es sein, dass man sich soviel gefallen lassen hat, dass das Maß mehr als nur voll ist.
Wer permanent verletzt worden ist, dürfte eine unglaubliche Wut auf den Partner/Partnerin in sich tragen. Leider kommt das Thema "Wut" in Spezzanos Buch nicht zur Sprache. Angriffe auf die eigene Ehre interpretiert Spezzano als Hilferuf des Angreifers. Man solle dann auf die Person zugehen!!!!! Ebenso könnte er raten, in dieser Situation aus dem Fenster zu springen. Ein guter Rat wäre, dem Angreifer mal ordentlich die Meinung zu geigen, durch eine Diskussion auf gleicher Augenhöhe die Fronten zu klären und die Beziehung zu ändern oder abzubrechen.
Eine Person, die einen um Hilfe bittet, kommt angeblich, um den Leser zu retten. Was ist aber mit den Personen, die immer NUR Hilfe brauchen und einen regelrecht aussaugen? Die kommen bestimmt nicht um den Leser zu retten, sondern weil sie dreist sind.
Insgesamt würde ich die Aussage Spezzanos folgendermaßen zusammenfassen:"Hilf immer allen anderen, ignoriere deine unguten Gefühle, sei selbstlos, geh auf den anderen zu, obwohl er/sie die gegenüber respektlos ist... LEBE NUR DIE LIEBE... und wenn du damit Schwierigkeiten hast, dann liegt das daran, dass du nicht hoch genug entwickelt bist!!!
Auf keiner Seite des Buches steht, dass es in jeder gesunden Beziehung legitim und notwendig ist zu streiten. Es steht nirgendwo, dass der Frust vor dem Verzeihen klar geäußert werden muss, nötigenfalls auch in unfreundlichem Ton. Es steht auch nirgendwo, dass man Angriffe auf die eigene Ehre ruhigen Gewissens abwehren kann und dass man den Fehler durchaus nicht NUR bei sich selber suchen muss.
Wenn du das Buch kaufen möchtest, weil du in deiner Beziehung verletzt wirst, dann spar dir das Geld. Überleg dir lieber, was dir in der Beziehung nicht passt und mache deinem Ärger Luft. Führ dir vor Augen, dass du dir schlechtes Benehmen nicht bieten lassen musst und hau ordentlich auf den Putz. Verlange die gleiche Rücksichtnahme, die du gibst. Setze dem frechen Verhalten dir gegenüber ein Ende indem du es schlichtweg nicht mehr zulässt... Dieses Buch wird dich nur viel mehr schwächen und dich die Schuld bei dir selbst suchen lassen. Sei laut und rebellisch!!! Wut ist gut und reinigt die Luft, aber dieses Buch lehrt nur, wie man Wut effektiv unterdrückt! Insgesamt wäre es also herausgeschmissenes Geld, dieses Buch zu kaufen.
978-3-442-21722-9, 978-3-4422-1722-9
978-3-44221-722-9, 978-3442217229, 978-3-44-221722-9
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