Merlyns ISBN Buchhandlung

Katalog » Belletristik » Horror

Zombie Chronicles - Die Legende der lebenden Toten: Legenden oder Tatsachen?

von Detlef Klewer - ISBN 9783931608361

Taschenbuch, 280 Seiten
Veröffentlichung Jul 2000 bei Medien P&W GmbH
Amazon-Verkaufsrang #284467
Bewertung 3.5/5.0 bei 3 Meinungen
neu: ab 39.90 Euro
Autor: Detlef Klewer
ISBN 9783931608361
ISBN 3931608360 (alt)

Meinung der Redaktion zu Zombie Chronicles - Die Legende der lebenden Toten: Legenden oder Tatsachen?

Die Redaktion hat noch keinen Eintrag verfasst.

Kritik zu Zombie Chronicles - Die Legende der lebenden Toten: Legenden oder Tatsachen?

Gutes Buch über eine letztenendes belanglose Thematik vom 11.07.2004
Bewertung: 3 von 5 Sternen
Diese Kundenmeinung empfanden 6 von 8 Besuchern hilfreich

Manfred Knorr bestätigt im wirklich wunderbaren Vorwort, was die Kritiker schon längst wussten, die Horrorfans immer schon ahnten und Eltern und Elternverbände argumentenarm behaupteten: Der Zombiefilm besteht zum größten Teil aus Müll. Nur einige Perlen, dazu natürlich zählen Romeros drei satirisch und allegorisch angehauchten (Mehr als ein Hauch ist aber wirklich nicht zu spüren)Zombiefilme, hier und da, aber ansonsten sinnlose Greuelszenen, stellenweise noch nicht einmal als selbstzweckhaftes Gemetzel überzeugend, da die Effekte viel zu plump und einfach sind.
Im folgenden wird dann der Zombiefilm schön chronologisch behandelt: 36 Seiten für 36 Jahre (den klassischen Zombiefilm von 1932 bis 1968), 174 Seiten für 32 Jahre (den modernen Zombiefilm von 1968 bis 2000)- man sieht, wo der Schwerpunkt liegt, allerdings ist das auch gut so, denn der klassische Zombiefilm braucht nicht erst weit und breit ausdiskutiert zu werden, denn provokativ ist er - zumindest heute - nicht, ganz im Gegensatz zu Subgenrefilmen ab Night of the living dead. Autor Klewers verdeutlicht ebenfalls, dass viele, gerade neuere Filme, einfach nur schlecht sind, konfus, zusammenhangslos, entmenschlichend brutal, zwecklos blutig, langweilig, auch wenn immer wieder einige gelungene Filme auftauchen, vom garstig-komischen Braindead bishin zum poetisch-morbiden Dellamorte Dellamort. Das Bildmaterial dazu fällt leider eher enttäuschend aus, da der Vorgänger des Buches, ein Moviestar Sonderheft, das die Basis für dieses Werk bildet, eben wegen seiner Bebilderung auf den Index gesetzt wurde. Daher kann das Bildmaterial gar nicht exemplarisch für den jeweiligen Film stehen (Sogar die Erektion des Geschlechtsteils eines Untoten - ja auch vor sowas ist man nicht sicher im modernen Zombiefilm - wird vorsichtshalber zensiert).
Zuletzt hat Andreas Bethmann das Wort, der Verantwortliche für die FSK ab 16 Fassungen diverser harter Horrorschocker und Amateurregisseur solch lachhafter Werke wie Dämonenbrut. Bethmann ist verantwortlich für das schlichtweg uninteressante und völlig gehaltlose Nachwort und die Filmographie ab 1990 (Natürlich musste auch seine Dämonenbrut aufgenommen werden, obwohl schon die knappe Inhaltsangabe und das Bild beweisen, mit welchem Tiefpunkt der Filmgeschichte es man dabei zu tun hat).
Zuletzt bleibt die Frage: Wozu das alles? Man findet hier bestätigt, dass der Zombiefilm eine abklingende Welle ist, die nurnoch von der Zensur am Leben gehalten wird und bis auf einige wenige Meisterwerke, die man an allen Fingern und Zehen abzählen kann, nur aus Ramsch besteht. Das Buch selbst ist überwiegend gelungen - aber die Thematik ist es eigentlich kaum wert. Kurzum: Vergeudete Mühen, viele Wort um viel Schund. Schade.

Weitere ISBN:
978-3-931-60836-1, 978-3-9316-0836-1
978-3-93160-836-1, 978-3931608361, 978-3-93-160836-1
Wir bedanken uns bei Amazon für die Bereitstellung der Rezensionen. Comments (11)