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Bis(s) zum Ende der Nacht, Stephenie Meyer


Wenn man vom dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Geliebten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern? Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella.

Die drei ersten Bände dieser Reihe las ich bereits mit großer Begeisterung, deshalb begann ich das Lesen des 4. Bandes „Bis(s) zum Ende der Nacht“ mit entsprechendem Enthusiasmus.

Einzigartiger Stil

Der einfühlsam erzählende Stil Stephenie Meyers, mit dem sie Bella ihre tiefe Zuneigung zu Edward beschreiben lässt, hat mich gleich zu Beginn des Buches gefesselt. Meyer formuliert in diesem Buch gewohnt stilsicher die Geschehnisse um die vermutlich bevorstehende Verwandlung Bellas. Da die Entwicklung der Handlung jedoch bereits in den drei zuvor veröffentlichten Bänden ein ausführliches Zulaufen auf diese Verwandlung darstellt, empfand ich die Beschreibungen der Sequenz des Romans, in der Bella schließlich zum Vampir geworden ist als zu sparsam.

Geniestreiche der Erzählkunst

Der Wechsel der Erzählperspektive hingegen, ist ein literarischer Geniestreich! Es ist herrlich mitzuerleben, wie empathisch die Autorin aus der Sicht Jacobs die weiteren Handlungsstränge knüpft. Nachdem die Rolle Bettys in allen Teilen der „Biss-Reihe“ intensiv erörtert wurde, gibt die alternative Betrachtungsweise aus Jacobs Blickwinkel der Geschichte neue Elan und eine gewisse frische, welche das Weiterlesen zu einem wahren Genuss machen.

Die Charakterisierungen der jeweiligen Vampire sind gelungen, da jeder einzelne Charakter über individuelle und interessante Merkmale verfügt. Die präzise Darstellung der Untoten lässt trotz des düsteren, todesnahen Stoffs große Lebendigkeit entstehen.

Fazit

Da ich persönlich kein großer Freund klassischer Happy-Ends, bin war ich von dem Schluss der Geschichte weniger begeistert. Die gegen Ende einkehrende Perfektion wirkt derartig gezwungen und krampfhaft positiv, dass die Glaubwürdigkeit des Werkes unnötigerweise leidet. Dennoch ist „Bis(s) zum Ende der Nacht“ von Stephenie Meyer ein gelungener Abschluss der Buchreihe Bis(s).

Abgelegt in: Buchvorstellung Kommentare(0) Juli 2009

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