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Der Kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry


Er kommt – ohne Geschenke und Versprechungen, allein mit der Gabe seiner herzlichen Einfalt – von einem anderen Stern zu uns, kommt, weil er einen Freund sucht; und er findet ihn mitten in der Wüsteneinsamkeit in dem Dichter, der sein Freund und geistiger Vater wurde: Antoine de Saint-Exupéry

Seit seinem Erscheinen vor über 60 Jahren ist „Der kleine Prinz“ unsterblich. Die äußere Schlichtheit des schmalen Büchleins mit nur 123 Seiten vermittelt auf den ersten Blick eine Leichtigkeit, hinter der sich eine kleine Kindergeschichte vermuten ließe.

Prall gefüllt mit Lebensfragen

Antoine de Saint-Exupéry Meisterwerk

Dieser Gedanke trägt den Leser weiter über die ersten Seiten, die in kindlicher Manier frühe Zeichnungen des Autors im Alter von 6 Jahren beschreiben. Tatsächlich ist die Geschichte, die Antoine de Saint-Exupérys fiktive Begegnung mit der höchst zauberhaften, kindlichen Person des kleinen Prinzen erzählt, prall gefüllt mit Lebensfragen und der Suche nach deren Antworten.

Der kleine Prinz, dessen naiv anmutender Blick auf vermeintlich unbedeutende Details menschlicher Begegnungen den Erzähler faszinieren und verzaubern, erwirkt in diesem eine Wandlung. Er, der sachlich seine aktuell lebensbedrohliche Situation regeln möchte, lernt mit den Augen und dem Herz eines Kindes zu sehen. Der kleine Prinz erklärt ihm die wahren Schätze des Lebens – Liebe, Treue, Hingabe und die Traurigkeit beim Verlust, die als Preis dafür abverlangt werden. Er berichtet über die dunklen Seiten der Menschen – Gier, Eitelkeit, Sucht und wie sie den Menschen den Blick und das Herz trüben.

Die ungewöhnliche Begegnung verbindet den Erzähler auf besondere Art mit dem kleinen Prinzen und durch ihn auch mit dem Leser. Obwohl der kleine Prinz auf ebenso geheimnisvolle Weise wieder verschwindet, wie er zu Beginn erschienen war, bleibt seine Klarheit und Leichtigkeit zurück.

Fazit

Antoine Saint-Exupéry ist mit dem kleine Prinzen ein kleines Kunststück gelungen. Er hat tiefe Emotionen mit kindlicher Klugheit erklärt. Und ist dabei kein bisschen pathetisch geworden.

Abgelegt in: Buchvorstellung Kommentare(0) September 2009

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