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Leichenraub, Tess Gerritsen


Beim Umgraben ihres Gartens macht Julia Hamill einen grausigen Fund: einen skeletierten menschlichen Schädel. Schnell findet Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles heraus, dass es sich dabei um die zweihundert Jahre alte Leiche einer Frau handelt, die ermordet wurde. Julia Hamill beginnt zu ermitteln.

Der im Jahr 2007 unter dem Titel “Leichenraub” erschienene Roman handelt von einer jungen Frau – Julia, die sich nach ihrer unglücklichen Scheidung ein 150 Jahre altes, heruntergekommenes Haus kauft, um es mit eigenen Händen und aus eigener Kraft zu renovieren.

Ein überraschender Fund

Bei dem Versuch, den verwilderten Garten wieder auf Vordermann zu bringen, stößt Julia auf eine schockierende Entdeckung. Der zuerst als Stein vermutete Widerstand unter der Schaufel entpuppt sich als anatomischen Schädel einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Leiche. Durch einen Verwandten der vormaligen Hausbesitzerin erfährt Julia mehr über die Familiengeschichte und ihren schaurig mörderischen Hintergrund. Julia begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit…

Wer sich eine Fortsetzung der Geschichten von Maura Isles und Jane Rizzoli erwartet, wird hier leider enttäuscht. Maura Isles bekommt zwar eine kurze Gastrolle als Rechtsmedizinerin, die die gefundene Leiche als Mordopfer identifiziert, muss aber auf weiter Auftritte verzichten.

Ähnlichkeiten zu Vorgängerwerken

Dennoch zeigt sich eine deutliche Ähnlichkeit zu den Vorgängerwerken. Der Roman ist spannungsgeladen und lässt einen so schnell nicht wieder los. Das fundierte medizinische Wissen aus Fachbüchern der Autorin wird geschickt in die Geschichte miteingebunden und zeigt die einzelnen Morde in all ihren grausigen Einzelheiten und Abartigkeiten.

Fazit

Tess Gerritsen schickt den Leser in ein Wechselpiel aus Gegenwart und Vergangenheit, wobei die Geschichte der Vergangenheit den eigentlichen Reiz und Schönheit des Romanes ausmacht. Die Geschichte der Gegenwart erscheint dazu eher uninteressant und für die Handlung unnötig. Ich würde sogar behaupten, dass dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit mehr für Verwirrung sorgt, als für die Geschichte hilfreich ist. Nichtsdestotrotz ist “Leichenraub” ein weiterer absolut faszinierender, spannender und vor grausigen Details strotzende Romanerzählung, den man nur weiterempfehlen kann.

Abgelegt in: Allgemeines Kommentare(0) November 2009

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