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Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken

von Richard P. Feynman - ISBN 9783492237734

Taschenbuch, 288 Seiten
Veröffentlichung Mar 2003 bei Piper
Amazon-Verkaufsrang #30484
Bewertung 5.0/5.0 bei 4 Meinungen
Autor: Richard P. Feynman
ISBN 9783492237734
ISBN 3492237738 (alt)
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Meinung der Redaktion zu Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken

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Kritik zu Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken

"Alles ist interessant wenn man sich eingehend damit befasst!" vom 13.11.2007
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Dieses Buch enthält zahlreiche Anekdoten aus dem Leben eines faszinierten Wissenschaftler, welche in Vorlesungsform oder Interviews verpackt sind. Es ist spannend miterleben zu dürfen er wie durch seinen Vater die Begeisterung für Wissenschaft vermittelt bekommen hat. Diese Methoden hat der Autor Professor später genutzt und bei seinen Studenten angewendet.
Aber auch der junge Student Feynman hatte Momente des Zweifels!
Lesen Sie selbst einen Auszug aus Kapitel 9 (S.240-242)

"Als ich noch keinen Abschluss hatte, arbeitete ich als Forschungsassistent mit Professor Wheeler zusammen; gemeinsam entwickelten wir eine neue Theorie, wie Licht funktioniert, wie die Wechselwirkung zwischen Atomen an verschiedenen Stellen abläuft; zu der Zeit war das offenbar eine recht interessante Theorie. Daher machte Professor Wigner, der für die Seminare zuständig war, den Vorschlag, wir sollten ein Seminar darüber halten; Professor Wheeler meinte, da ich noch jung sei und nie zuvor Seminare gehalten hätte, sei dies eine gute Gelegeneheit zu lernen, wie man das macht. Es war mein erster theoretischer Vortrag. Ich machte mich also an die Vorbereitung. Dann kam Wigner zu mir und erklärte, er halte unsere Arbeit für so interessant, dass er eigens für dieses Seminar Einladungen verschickt habe: an Professor Pauli, einen bedeutenden Physikprofessor, der als Gastprofessor aus Zürich hierher gekommen war, an Professor von Neumann, den größten Mathematiker der Welt, an Henry Norris Russell, den berühmten Astronomen, und an Albert Einstein, der ganz in der Nähe wohnte. Ich muss kalkweiß geworden sein oder so, denn er meinte: Jetzt werden Sie deswegen nicht nervös, machen Sie sich keine Sorgen. Vor allem, wenn Professor Russell einschläft, denken Sie sich nichts - der schläft in Vorlesungen immer ein. Und wenn Professor Pauli nickt, brauchen Sie nicht gleich zu glauben, alles sei gut gelaufen; er nickt nämlich immer: Er hat Schüttellähmung", und so weiter. Das beruhigte mich ein bisschen, aber ein wenig mulmig war mir immer noch zumute. Also versprach Professor Wheeler mir, er würde alle Fragen beantworten - ich brauche nichts weiter zu tun, als den Vortrag zu halten.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich reinkam - können Sie sich das Vorstellen, es war das erste Mal, und es war, als ginge ich durch ein Höllenfeuer. Schon lange vorher hatte ich alle Gleichungen an die Tafel geschrieben - alle Tafeln waren also mit Formeln vollgekritzelt. Aber die Leute wollen nicht so viele Formeln sehen... sie wollen die Ideen besser verstehen. Und dann erinnere ich mich, wie ich aufstand und zu reden anfing. Und da saßen nun all diese berühmten Leute unter den Zuhörern - es machte mir fürchterlich angst. Und ich sehe noch meine Hände zittern, als ich die Unterlagen aus dem Umschlag zog. Doch kaum hatte ich meine Notizen herausgeholt und zu reden angefangen, geschah etwas mit mir, etwas, das seitdem immer wieder passiert ist und das ganz wunderbar ist. Wenn ich über Physik spreche - denn ich liebe Physik-, denke ich nur noch an die Physik. Es interessiert mich nicht mehr, wo ich bin, überhaupt nichts interessiert mich mehr. Und alles war ganz leicht. Ich erklärte einfach das Ganze, so gut ich konnte. Ich hatte völlig vergessen, wer da im Publikum saß. Ich dachte nur noch an das Problem, das ich erklärte. Und als ich schließlich fertig war und Fragen gestellt wurden, brauchte ich mir keine Sorgen mehr zu machen, weil Professor Wheeler sie beantworten wollte. Professor Pauli stand auf - er saß neben Professor Einstein. Er erklärte: Meiner Ansicht nach kann diese Theorie nicht richtig sein, und zwar aus diesem und jenem und noch einem Grund und so weiter, meinen Sie nicht auch, Professor Einstein?"
Einstein sagte nur: Neeeeiiiin" - es war das schönste Nein, das ich je gehört habe."

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978-3-492-23773-4, 978-3-4922-3773-4
978-3-49223-773-4, 978-3492237734, 978-3-49-223773-4

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